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Rheinische Post: Pflegezeit löst Probleme nicht

Geschrieben am 12-04-2007

Düsseldorf (ots) - Von Eva Quadbeck

Die Pflege gebrechlicher Menschen ist in einer alternden
Gesellschaft eine schwere Aufgabe. In der Zukunft wird die Last
größer. Derzeit wird der Großteil der Pflegebedürftigen zu Hause
betreut. Meistens sind es die Töchter und die Schwiegertöchter, die
erst die Kinder groß gezogen haben und sich dann um die Eltern
kümmern - eine Arbeit, die viel Anerkennung verdient. Aber mit
steigender Erwerbstätigkeit der Frauen wird das Pflegen der Eltern
immer weniger selbstverständlich. Mit einer Pflegezeit, ähnlich der
Elternzeit, könnten mehr Berufstätige motiviert werden, sich rund um
die Uhr um die eigenen Eltern zu kümmern. Der Vorteil aus Sicht der
Politik: Pflege zu Hause ist günstiger als in Heimen. Der Nachteil
für die Unternehmen: Neben Mutterschutz und Elternzeit auch noch
zeitweise Arbeitnehmer für die Pflege freizustellen, ist vor allem
bei qualifizierten Jobs mit erheblichen Kosten verbunden. Gleiches
gilt für die Teilzeit. Angesichts der steigenden Zahl
Pflegebedürftiger bedarf es kreativer Ansätze. Beispielsweise durch
neue Formen betreuten Wohnens, in denen sich alte Menschen
gegenseitig helfen, sich Gesellschaft leisten und gemeinsam Hilfen
finanzieren. Solche Modelle funktionieren allerdings nur, wenn die
Kinder der Senioren einen Teil der Verantwortung übernehmen und
häufig nach dem Rechten sehen.

Originaltext: Rheinische Post
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=30621
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Rückfragen bitte an:
Rheinische Post
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Telefon: (0211) 505-2303


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