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Rheinische Post: Wenn zwei sich streiten, freut sich die Dritte Kommentar Von Birgit Marschall

Geschrieben am 08-05-2016

Düsseldorf (ots) - Wie die Union auf das Phänomen AfD reagieren
muss, wird von Seehofer und Merkel unterschiedlich eingeschätzt: Für
ihn gilt das Mantra von Franz-Josef Strauß, wonach es rechts von der
Union keine andere demokratische Partei geben dürfe. Merkel dagegen
meint, die Union stabilisiere ihre Macht am besten in der Mitte. Den
Verlust von konservativen Wählern an die AfD nimmt sie bisher als
Kollateralschaden hin. Allerdings ist auch den Strategen im
Konrad-Adenauer-Haus längst klar, dass die AfD dauerhaft konservative
Stimmen abziehen kann. Merkel hat daher im CDU-Präsidium die Devise
ausgegeben, die AfD inhaltlich zu stellen. Als Kurskorrektur wollte
sie das nicht verstanden wissen. Doch auch Merkel wird ab jetzt
wieder mehr konservative Wähler ansprechen. Was Seehofer also
gewinnen will, ist unklarer denn je. Denn fest steht: Mit jedem Tag,
den der Streit andauert, verliert die Union insgesamt an Rückhalt, in
Umfragen geht es für sie abwärts. Nach dem vorläufigen Ende der
Flüchtlingskrise wissen viele Bürger mit diesem Schwestern-Streit
erst recht nichts mehr anzufangen. Sie reagieren mit Ablehnung. Das
müsste Seehofer eine Warnung sein. Denn wenn zwei sich streiten,
freut sich die Dritte: die AfD.



Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621


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