(Registrieren)

WAZ: Debatte über Afghanistan: Einsatz fortführen - Kommentar von Ulf Meinke

Geschrieben am 11-10-2007

Essen (ots) - Fünf Jahre nach dem Einmarsch der westlichen Truppen
in Afghanistan bietet sich ein verheerendes Bild. Ein Großteil der
Menschen lebt in Armut oder vom Opiumanbau, Gewalt und Korruption
sind alltäglich. Von funktionierenden Polizei- und Justizstrukturen
ist das geschundene Land meilenweit entfernt. Auf diese Bilanz jedoch
mit Resignation und Rückzugsreflexen zu reagieren, hieße, den Taliban
das Feld zu überlassen. Die Folgen - auch für die Sicherheit in
Europa - wären unkalkulierbar.
Weil der Aufbau des Landes ohne militä-rischen Schutz nicht möglich
ist, muss auch der Einsatz der Bundeswehr vor Ort fortgeführt werden.
Das Ziel allerdings sollte klar sein: Die westlichen Nationen müssen
als Friedensmächte und Befreier auftreten, nicht als Besatzer. Die
Menschen in Afghanistan müssen in die Lage versetzt werden, selbst
für ihr Wohl zu sorgen. Es gilt also, den zivilen Charakter der
internationalen Mission zu stärken - Lehrer, Ärzte, Richter und
Polizisten auszubilden, damit radikalen Kräften der Nährboden
entzogen wird. Ein militärischer Abzug wäre ebenso verantwortungslos
wie bloßes Weiter-so.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: (0201) 804-8975
zentralredaktion@waz.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

97882

weitere Artikel:
  • WAZ: Konsequenter Schritt - Kommentar von Christoph Meinerz Essen (ots) - Hielten sich alle Brummi-Fahrer an die Straßenverkehrsordnung, wäre die explizite Ausweitung des Lkw-Überholverbots auf Autobahnen überflüssig und der NRW-Verkehrsminister könnte sich die Aufstellung vieler neuer Schilder sparen. Denn "Elefantenrennen" sind auch jetzt schon nicht erlaubt. 30 Euro Strafe sieht der Bußgeldkatalog bei Verstößen vor. Doch die Alltagszenen auf den Autobahnen spielen sich nicht nach einem Drehbuch ab, das Straßenverkehrsordnung heißt. Aus Perspektive der Pkw-Fahrer sind "Elefantenrennen" mehr...

  • Westfalenpost: Im Wellengang Hagen (ots) - Beck lässt sich treiben. Münte steht. Von Winfried Dolderer Möchten Sie Herrn Beck als Kanzler? Wenn ja, dann dürfen Sie sich einig wissen mit 14 Prozent der Wahlberechtigten. So wenig waren es noch nie, seit der gute Mensch aus der Südpfalz in der bundespolitischen Arena seine Runden dreht. Nicht einmal die Mehrheit der SPD-Anhänger findet Beck zu Höherem berufen. Fast möchte man bei diesem Befund glauben, es gäbe so etwas wie Gerechtigkeit in der Politik. Die Zahlen sagen: Populismus lohnt sich nicht, die Bürger sind ja mehr...

  • Rheinische Post: Rente mit 67 - Sieg der Vernunft - Von EVA QUADBECK Düsseldorf (ots) - Die SPD steckt schon wieder in einem Dilemma. Monatelang hat sich eine Arbeitsgruppe der Fraktion damit beschäftigt, wie man die Rente mit 67 wieder abschwächen und damit beim Wahlvolk beliebter machen könnte. Die Endphase der Beratungen fällt nun ausgerechnet in den heißen Streit um das Arbeitslosengeld I. Doch eine weitere handfeste Auseinandersetzung mit dem eigenen Vize-Kanzler kann sich die SPD nicht leisten. Denn dann wäre die Kluft zwischen Franz Müntefering und seiner Partei so groß, dass der Arbeitsminister mehr...

  • Rheinische Post: Europa speckt ab - Von GODEHARD UHLEMANN Düsseldorf (ots) - Dass Deutschland im europäischen Parlament künftig drei Abgeordnete weniger hat, ist kein Beinbruch. Es büßt deshalb keine Macht ein, und auch der Auftritt des 80-Millionen-Volkes auf der Brüsseler Bühne ist deshalb nicht weniger gewichtig. Der Grund liegt auf der Hand: Auch andere große europäische Länder müssen auf Abgeordnete verzichten - Italien gar auf sechs. Dadurch ist die Proportion zu anderen EU-Partnern gewahrt. Das letzte Wort wird in der kommenden Woche der EU-Gipfel haben. Der Schritt, das Europaparlament mehr...

  • Rheinische Post: Freiheit verteidigen - Von MARTIN BEWERUNGE Düsseldorf (ots) - Den Handlungsspielraum von Terroristen maximal zu begrenzen, muss oberstes Ziel freiheitlicher Demokratien sein. Deshalb ist das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nur folgerichtig, terrorverdächtigen Personen selbst den Erwerb von Grundstücken innerhalb der Europäischen Union zu verbieten. Jede Kleinigkeit zählt. Damit unterstreicht ein Rechtsstaat seine Entschlossenheit und die Konsequenz bei der Verfolgung jener, die ihn vernichten wollen. Nun wird man von dem EuGH-Spruch allein kaum eine durchschlagende mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht