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Rheinische Post: Rente mit 67 - Sieg der Vernunft - Von EVA QUADBECK

Geschrieben am 11-10-2007

Düsseldorf (ots) - Die SPD steckt schon wieder in einem Dilemma.
Monatelang hat sich eine Arbeitsgruppe der Fraktion damit
beschäftigt, wie man die Rente mit 67 wieder abschwächen und damit
beim Wahlvolk beliebter machen könnte. Die Endphase der Beratungen
fällt nun ausgerechnet in den heißen Streit um das Arbeitslosengeld
I. Doch eine weitere handfeste Auseinandersetzung mit dem eigenen
Vize-Kanzler kann sich die SPD nicht leisten. Denn dann wäre die
Kluft zwischen Franz Müntefering und seiner Partei so groß, dass der
Arbeitsminister das Handtuch werfen müsste. Das wiederum würde nicht
nur die SPD in eine tiefe Krise stürzen, sondern auch die Koalition
in ihrer Existenz erschüttern. Also lautet die Devise der Reform der
Rentenreform: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

So bleibt die Rente mit 67 politisch vorerst ein Sieg der
Vernunft. Ökonomisch ist sie eine dringende Notwendigkeit. Eine
Gesellschaft, die immer weniger Kinder hat und deren Menschen immer
länger leben, kann ihren Wohlstand nur halten, wenn die Bürger auch
länger erwerbstätig bleiben. In diesem Fall ist es sogar
unverantwortlich und unmoralisch, auf die öffentliche Meinung zu
schielen und Abstriche an dieser Reform zu fordern. Denn die Zeche
zahlen diejenigen, die sich noch nicht wehren können: unsere Kinder.

Originaltext: Rheinische Post
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30621
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Rückfragen bitte an:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303


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