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Däubler-Gmelin will deutsche Polizisten nach Darfur schicken

Geschrieben am 19-09-2007

Hamburg (ots) - Die SPD-Politikerin Herta Däubler-Gmelin,
Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte, fordert den
Einsatz deutscher Polizisten in den Flüchtlingsregionen im Tschad an
der Grenze zum Sudan. "Wir waren in den Lagern bei Ghoz Beida. Von
dort müssen die Frauen zum Sammeln von Feuerholz in die fünf bis zehn
Kilometer entfernten Berge gehen, dabei werden sie häufig überfallen
und misshandelt. Es fehlen Polizisten und vor allem Polizistinnen, um
die Frauen zu schützen. Deshalb habe ich Innenminister Schäuble
aufgefordert, durch die Bundespolizei bei der Ausbildung von
Polizeikräften im Tschad zu helfen. Geld dafür stünde zur Verfügung",
sagt Däubler-Gmelin der ZEIT nach einer Reise ins Lager der
Darfur-Flüchtlinge im Tschad.

Weniger drängend ist die SPD-Politikerin bei der Forderung nach
einem Militäreinsatz in der Krisenregion: "Ich bin zurückhaltend, was
Militärmissionen bei so komplexen Konflikten angeht. Uns haben die
Experten vor Ort empfohlen, sie auf gar keinen Fall unter
französischem Kommando durchzuführen, wie das bisher vorgesehen ist",
sagt sie. Die Franzosen seien die ehemaligen Kolonialherren und eng
verbündet mit Idris Déby, dem Präsidenten des Tschad. "Eine
EU-Mission unter ihrer Führung würde auf große
Glaubwürdigkeitsprobleme in der Bevölkerung stoßen", sagt
Däubler-Gmelin.

Die SPD-Politikerin setzt sich für ein Vorgehen gegen sudanesische
Politiker ein: "Sanktionen gegen die politische Elite können durchaus
Wirkung haben. Sie müssen zum Gesamtpaket des UN-Sicherheitsrats
gehören, und dieser muss sich gegenüber Khartum auch durchsetzen."

Originaltext: DIE ZEIT
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/9377
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_9377.rss2

Pressekontakt:
Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 39 vom 20. September 2007
senden wir Ihnen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Elke Bunse, DIE ZEIT Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.:
040/3280-217, Fax: 040/3280-558, E-Mail: bunse@zeit.de )


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