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Lausitzer Rundschau: Waldbrände in Griechenland langsam unter Kontrolle Viel Nachholbedarf

Geschrieben am 29-08-2007

Cottbus (ots) - Millionen Griechen atmen auf. Die Lage auf
Peloponnes und Euböa hat sich etwas entspannt. Zeit zum Durchatmen,
aber vor allem zum Nachdenken.
Alljährlich stehen große Flächen in Portugal, Spanien, Frankreich,
Italien und anderen südlichen Staaten in Flammen, sind Dutzende
Menschenleben zu beklagen, werden wertvolle Naturstücke oder
europäisches Kulturgut vernichtet. Nicht selten ist Brandstiftung die
Ursache. Auch in Griechenland brachen viele Feuer aus, weil auf den
Boden spekuliert wird, lukratives Bauland mehr bringt als "wertloser"
Wald. Daran ist die Regierung in Athen nicht unschuldig. Seit einem
halben Jahrhundert hat kein Kabinett versucht, diesen
Bodenspekulationen Entscheidendes entgegenzusetzen. Hier besteht
dringender Handlungsbedarf. Zum Beispiel muss der Terror mit dem
Feuer durch die Geschäftemacher auch als solcher geahndet werden.
Außerdem sollte die neue Regierung - am 16. September wird ein neues
Parlament gewählt - festschreiben, dass abgebrannte Flächen wieder
bepflanzt werden müssen. Damit könnte dem Geschäfte machenden Treiben
um lukrative Flächen ein Riegel vorgeschoben werden. Gelder zur
Bewirtschaftung der Wälder liegen seit Jahren in Brüssel bereit.
Leider wurden sie mehrfach nicht abgerufen.
Auch die Situation der Feuerwehrleute in Hellas muss sich dringend
verbessern. Ist deren Machtlosigkeit doch ein wesentlicher Grund
dafür, dass die Feuersbrunst sich von Tag zu Tag mehr ausbreiten
konnte. Ein Vergleich mit Deutschland macht die Misere deutlich: Gibt
es zwischen Oder und Rhein pro 1000 Einwohner etwa 13 Feuerwehrleute,
sind es in Griechenland gerade zwei.
Der Staat am Mittelmeer ist in dieser Hinsicht kein Einzelbeispiel.
Deshalb müssen sich auch die Verantwortlichen auf europäischer Ebene
einige Fragen gefallen lassen: Was wurde getan, um die
allsommerlichen Feuerdramen schon im Vorfeld einzudämmen? Warum ist
die EU nicht in der Lage, in solchen Situationen schneller
einzugreifen? Warum dauert es so lange, bis angeforderte Hilfe aus
anderen EU-Staaten vor Ort eintrifft? Eine europäische
Krisenprävention sowie ein EU-Zivil- und Katastrophenschutz - seit
Langem immer wieder gefordert - müssen endlich realisiert werden. Nur
so kann verhindert werden, dass auch in den nächsten Jahren Menschen
sterben und wertvolle Flora und Fauna zerstört werden, weil zu wenige
qualifizierte Leute rechtzeitig zur Stelle sind, um ausgebrochene
Feuer zu löschen oder andere Naturkatastrophen zu bekämpfen.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069
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