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Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan

Geschrieben am 12-06-2009

Osnabrück (ots) - Von erschütternder Qualität

Ein NATO-Gipfel, zwei erschütternde Qualitätsnachweise für das
deutsche Engagement in Afghanistan: Die Ansage der NATO, sie wolle
endlich "eine wirkliche Anstrengung" in Sachen Polizei-Ausbildung
machen, erfüllt den Tatbestand einer knallenden Ohrfeige für die
Bundesregierung. Und die Berliner Begleitmusik zum NATO-Beschluss,
AWACS-Flugzeuge zwecks Flugsicherung in das asiatische Land zu
schicken, entlarvt die deutsche Halbherzigkeit.

Warum? Deutschland trägt sage und schreibe seit 2002 die
Verantwortung für die Polizeihilfe. Das ist eine Schlüsselaufgabe im
Sinne von Stabilität, Rechtlichkeit und Vertrauensbildung der Bürger
gegenüber dem afghanischen Staat. Nach dem Kabinett Schröder sonnt
sich auch die Regierung Merkel in der deutschen Vorreiterrolle. Und
belehrt penetrant die Verbündeten, sie sollten weniger aufs Militär,
mehr aufs Zivile setzen. Wär's ihr selber mit dem Aufbau ernst -
Afghanistans Polizei käme heute weit weniger schwach, korrupt,
unterwandert daher.

Wie es ums militärische Engagement steht, entlarvt die eilfertige
Versicherung des Verteidigungsministers, AWACS-Flugzeuge seien nicht
dazu da, Kampfjets zu Angriffszielen zu leiten. Da scheint die ganze
Absurdität der politischen Handhabung dieses Bundeswehreinsatzes
durch: Wir wollen mit 3500 Mann dabei sein im Krieg gegen die
Aufständischen, aber bitte möglichst wenig Wirkung erzielen.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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