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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Obama

Geschrieben am 06-04-2009

Bielefeld (ots) - Der glanzvolle Auftritt Barack Obamas in Europa
- zum Schluss hat er doch noch einen Kratzer bekommen. Mit seiner
Forderung an die 27 EU-Staaten, die Türkei in die Europäische Union
aufzunehmen, hat der US-Präsident nicht nur die deutsche
Bundeskanzlerin brüskiert.
Wenn die Worte Obamas nur eine Geste gewesen sind, um die Türken für
ihre lange verweigerte Zustimmung zum neuen Nato-Generalsekretär Fogh
Rasmussen zu belohnen, dann darf man diese Äußerung schnell wieder
vergessen. Sollte sich der amerikanische Präsident aber in Sachen
EU-Beitritt weiterhin zum Sprachrohr Ankaras machen, muss ihm
klargemacht werden, dass er sich damit ungefragt in ureigenste
Belange Europas einmischt.
Natürlich käme es den USA gelegen, wenn die Türkei als militärisches
Sprungbrett für Einsätze in Asien über die Nato hinaus noch enger an
den Westen gebunden wäre. Aber was wäre der Preis, den wir Europäer
zu zahlen hätten?
Ein Land, in dem Buchautoren wegen »Beleidigung des Türkentums« um
ihr Leben fürchten müssen, in dem Christen drangsaliert werden, in
dem es »Ehrenmorde« und Zwangsheiraten gibt - ein solches Land ist
noch lange nicht reif für die EU.

Originaltext: Westfalen-Blatt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261


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