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Rheinische Post: Im Ton vergriffen

Geschrieben am 20-02-2009

Düsseldorf (ots) - Von Detlev Hüwel

Philipp Mißfelder hat sich wieder einmal mächtig im Ton
vergriffen. Seine undifferenzierten Äußerungen sind eine Beleidigung
all jener, die ohne eigenes Verschulden auf staatliche Hilfe
angewiesen sind. Als Bundestagsabgeordneter muss das CDU-intern
hochgehandelte Nachwuchstalent Mißfelder sicher nicht mit spitzem
Bleifstift rechnen. Mit der (zu versteuernden)
Abgeordneten-Entschädigung von 7668 Euro im Monat plus einer
steuerfreien Kostenpauschale von monatlich 3868 Euro dürfte er ganz
passabel über die Runden kommen.
Mißfelder hat sich einstweilen für höhere politischen Weihen (er ist
in Düsseldorf als neuer Verkehrsminister im Gespräch) wohl
disqualifiziert. Wie lange dummes Geschwätz einem nachlaufen kann,
weiß Mißfelder nach seiner dreisten Hüftgelenk-Äußerung allerdings
selbst am besten.
Dabei wäre eine sachliche Diskussion über den Empfängerkreis von
Hartz IV durchaus sinnvoll. Denn natürlich gibt es Eltern, die ihre
Kinder vernachlässigen. So wäre erwägenswert, die Ausgaben für
Schulkinder (Tornister, Hefte, Zeichenmaterial) nur gegen Vorlage der
Quittung zu bezahlen, statt das Geld pauschal zu überweisen.
Mißfelder hat diese Diskussion angestoßen, aber auch erschwert.

Originaltext: Rheinische Post
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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303


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