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"Sippenhaft für Zeitungen ist skandalös" / BDZV kritisiert geplante Abschaffung des Listenprivilegs

Geschrieben am 10-12-2008

Berlin (ots) - Es sei ein Skandal, dass auf dem Rücken der
Zeitungen, die täglich über Datenmissbrauch berichten und die Bürger
zum sorgsamen Umgang mit ihren Daten auffordern, der Missbrauch durch
andere Branchen ausgetragen werde, sagte der Hauptgeschäftsführer des
Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Dietmar Wolff,
heute in Berlin. Zeitungen würden hier in Sippenhaft genommen. Anlass
ist die Kabinettsentscheidung zur Novellierung des Datenschutzrechts.
Danach dürfen Zeitungen und Zeitschriften keine adressierte
Kundenwerbung mehr betreiben, sofern der potenzielle Abonnent nicht
vorher schriftlich zugestimmt hat. Von der Leserwerbung per Brief,
die auf dem sogenannten Listenprivileg basiert, sei die Neugewinnung
von Abonnenten bis zu 60 Prozent abhängig, erläuterten die
Zeitungsverleger. Dieser Weg werde den Zeitungen künftig verschlossen
- mit allen absehbaren negativen Folgen für die Wirtschaftskraft der
Verlage und die Pressevielfalt in Deutschland. Der BDZV appellierte
an die Mitglieder des Deutschen Bundestags, die Datenschutznovelle in
der vorliegenden Form nicht zu verabschieden.

Originaltext: BDZV - Bundesverb. Dt. Zeitungsverleger
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6936
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6936.rss2

Pressekontakt:
Hans-Joachim Fuhrmann
Telefon: 030/ 726298-210
E-Mail: fuhrmann@bdzv.de

Anja Pasquay
Telefon: 030/ 726298-214
E-Mail: pasquay@bdzv.de


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