(Registrieren)

Alle reden von einem Konjunkturpaket - wir haben eines! Die deutschen Flughäfen müssen investieren und wachsen dürfen!

Geschrieben am 10-12-2008

Berlin (ots) - An den ADV-Mitgliedsflughäfen werden in den
kommenden Jahren 20 Milliarden Euro in die Leistungsfähigkeit unseres
Landes investiert -ohne dass auch nur ein einziger Euro aus dem
Bundeshaushalt aufgebracht werden muss. Die deutschen Flughäfen
bleiben somit auch während der Rezession eine verlässliche Stütze der
Realwirtschaft und volkswirtschaftliches Schwungrad.

"20 Milliarden Euro an dringend benötigten Investitionen warten
nur darauf, antizyklisch investiert zu werden. Dies ist unser
kontinuierlicher Beitrag, um Konjunktur und Beschäftigung am Standort
Deutschland zu sichern", sagt Michael Eggenschwiler, Präsident des
Flughafenverbandes ADV.

Mehr als 850 000 Menschen finden mittlerweile in der
Luftverkehrsindustrie mit den Flughäfen, Airlines, Zulieferfirmen und
Leistungspartnern einen sicheren Arbeitsplatz - mit steigender
Tendenz. Flughafenausbauprogramme sind Jobmotoren. Die Flughäfen
schreiben damit auch Industriegeschichte: war vor 20 Jahren noch das
BASF-Werk in Ludwigshafen und vor 10 Jahren das VW-Werk in Wolfsburg
Deutschlands größte Betriebsstädte, so ist es heute der Flughafen
Frankfurt.

Politischer Handlungsbedarf:

1.Flughäfen müssen investieren und wachsen dürfen:
Flughafenkonzept der Bundesregierung ohne inhaltliche Verwässerungen
verabschieden! Deutschland muss seine Wachstumskräfte jetzt
freisetzen und darf nicht weiter verzögern. Wir brauchen den
bedarfsgerechten Ausbau einer effizienten Flughafeninfrastruktur bei
gleichzeitiger Anerkennung der volkswirtschaftlichen und
regional-politischen Bedeutung. Hier setzt der Flughafenverband ADV
auf die Unterstützung durch Bundesregierung und Bundesländer. Die ADV
fordert ein klares Bekenntnis der Politik zu den Ausbaumaßnahmen und
-plänen an den wichtigsten Flughafenstandorten in Deutschland.

2.Flughäfen müssen investieren und wachsen dürfen: Beschleunigung
und Vereinfachung der Planfeststellungsverfahren! Deutschland muss
weg von den weltweit längsten Planfeststellungsverfahren -
volkswirtschaftlich sinnvolle Vorhaben wie Flughafenerweiterungen
werden dadurch an den Rand der Undurchführbarkeit gebracht. Die vom
Bund im Flughafenkonzept gewünschte "stärker koordinierende Rolle"
darf nicht zu einer Aufblähung und Verzögerung der ohnehin komplexen
und langwierigen Planfeststellungsverfahren führen. Weitere
Nachweispflichten im Rahmen der Bedarfsprüfung im
Planfeststellungsverfahren sind überflüssig. Hier ist eine
entsprechende Korrektur des Flughafenkonzeptes dringend erforderlich!

3.Flughäfen müssen investieren und wachsen dürfen: keine weiteren
Betriebsbeschränkungen - bedarfsgerechter Nachtflugbetrieb! Der
Flughafenverband ADV fordert von der Politik ein Bekenntnis zur
Notwendigkeit eines Nachtflugbetriebes an ausgewählten
Flughafenstandorten und zur Erfordernis von Betriebszeiten in den
Tagesrandstunden. Flüge in den Nachtstunden sind volkswirtschaftlich
sinnvoll! Infolge eines Nachtflugverbots verschläft Deutschland den
internationalen Wettbewerb. Der Luftverkehrsstandort Deutschland
koppelt sich vom Weltluftverkehr ab!

4.Flughäfen müssen investieren und wachsen dürfen:
gesetzeskonforme Umsetzung des Fluglärmgesetzes durch das BMU! Der
Flughafenverband ADV fordert eine Würdigung der Anstrengungen der
Flughäfen für den Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Lärmreduzierung.
Deutsche Flughäfen haben in den vergangenen Jahren mehr als 400
Millionen Euro in Schallschutzprogramme investiert. Das
Fluglärmschutzgesetz ist ein ausgewogener Kompromiss zwischen den
Interessen der Luftverkehrswirtschaft und der Flughafenanwohner. Mit
seinem Entwurf der Schallschutzverordnung will der
Bundesumweltminister weit über die Regelungen im Gesetz hinausgehen
-er untergräbt die Autorität des Gesetzgebers: das novellierte
Fluglärmschutzgesetz wurde am 14. Oktober 2006 vom Bundestag
verabschiedet und ist seit dem 07. Juni 2007 in Kraft. Die deutschen
Flughäfen und ihre Anwohner warten seit nunmehr annähernd zwei Jahren
auf die vollständigen untergesetzlichen Regelungen. Durch diesen
unhaltbaren Zustand fehlt die Rechtssicherheit für
Schallschutzmaßnahmen, und Genehmigungsverfahren werden
beeinträchtigt.

5.Flughäfen müssen investieren und wachsen dürfen: angemessene
Flughafenentgelte und Verzicht auf regulative Eingriffe! Europas
leistungsfähigste Flughafeninfrastruktur muss weiterhin finanzierbar
bleiben. Zur Sicherung des Standortes und seiner Effizienz sind
deshalb angemessene Entgelte existenziell. Es besteht kein weiterer
Regulierungsbedarf. Der Flughafenverband ADV fordert von der Politik,
keine neue Bürokratie aufzubauen! In Deutschland existiert bereits
seit Jahren ein bewährter Rechtsrahmen mit den
Landesluftfahrtbehörden als zuständige Genehmigungsbehörden.

Der Flughafenverband ADV startet das Jahr 2009 mit 23
internationalen Verkehrsflughäfen, 16 großen Regionalflughäfen sowie
den korrespondierenden Mitgliedsflughäfen in Österreich und der
Schweiz. Zudem führen die Verantwortlichen derzeit Beitrittsgespräche
mit dem Flughafen Luxemburg.

ADV-Präsident Michael Eggenschwiler erklärt abschließend: "Die
Arbeit des Flughafenverbandes bleibt gefragt. Auch in den kommenden
Jahren setzt sich die ADV für den Ausbau von Flughäfen, die
Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, angemessene
Flughafenentgelte, bedarfsgerechte Betriebszeiten sowie ausgewogene
Regelungen zum Fluglärm- und Umweltschutz ein. Wir wollen weiterhin
unseren Beitrag zur Stärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland
und zur Sicherung von Arbeit und Beschäftigung leisten."

Der Flughafenverband ADV: starke Flughäfen - kompetenter
PartnerDie ADV - Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen
wurde 1947 in Stuttgart gegründet und ist damit der älteste Verband
der zivilen Luftfahrt in Deutschland. Heute vertritt der
Flughafenverband ADV die Flughäfen in der Schweiz, Österreich und in
Deutschland.Der Flughafenverband ADV setzt sich für einen
leistungsstarken und wettbewerbsfähigen Luftverkehrsstandort
Deutschland ein. Die ADV unterstützt alle Maßnahmen, die den
bedarfsgerechten Ausbau ermöglichen, die optimale Nutzung der
vorhandenen Kapazitäten gewährleisten, die Intermodalität
unterstützen sowie die Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit
des Luftverkehrs fördern.

Originaltext: ADV Deutsche Verkehrsflughäfen
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/44169
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_44169.rss2

Pressekontakt:
Leif Erichsen
Der Flughafenverband ADV
Pressesprecher
Politik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 310118-52
Mobil: 0157 72 58 94 76



Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

175862

weitere Artikel:
  • Falsche Darstellung gefährdet Tierschutz und heimische Eiererzeugung - Eierwirtschaft warnt die Tierschutzverbände vor Erpressung des Handels Berlin (ots) - (DBV) "Das derzeitige Auftreten einzelner Tierschutzorganisationen treibt die Debatte über die Haltungsform von Legehennen auf die Spitze und brandmarkt heimische Eierbetriebe. Durch gezielte Falschaussagen wird die Vorreiterrolle Deutschlands beim Tierschutz in der Hühnerhaltung diffamiert und gegenteilig dargestellt", kritisierte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born. Die Aktionen einiger Tierschutzverbände zur Schädigung des Images von Geflügelhaltern und Handel grenzten an Erpressung. mehr...

  • "Sippenhaft für Zeitungen ist skandalös" / BDZV kritisiert geplante Abschaffung des Listenprivilegs Berlin (ots) - Es sei ein Skandal, dass auf dem Rücken der Zeitungen, die täglich über Datenmissbrauch berichten und die Bürger zum sorgsamen Umgang mit ihren Daten auffordern, der Missbrauch durch andere Branchen ausgetragen werde, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Dietmar Wolff, heute in Berlin. Zeitungen würden hier in Sippenhaft genommen. Anlass ist die Kabinettsentscheidung zur Novellierung des Datenschutzrechts. Danach dürfen Zeitungen und Zeitschriften keine adressierte Kundenwerbung mehr...

  • Fischbach: Religionsfreiheit ist zentrales Menschenrecht Berlin (ots) - Anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN unterstreicht die Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Ingrid Fischbach MdB, die Bedeutung der Religionsfreiheit: Der sechzigste Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gibt Anlass, an die universale Geltung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit zu erinnern. In vielen Staaten der Welt werden Menschen auf Grund ihres Glaubens diskriminiert oder sind sogar tätlichen Angriffen mehr...

  • Datenmissbrauch und kriminellen Datenhandel verhindern: Versandhandelsverband bvh und Deutscher Dialogmarketing Verband DDV fordern Reform des Datenschutzrechts, die Verbrauchern und Wirtschaft gerech Frankfurt am Main (ots) - Die Wirtschaftsbranchen Versandhandel und Dialogmarketing begrüßen das entschiedene Handeln der Bundesregierung gegen den kriminellen Umgang mit Kundendaten. Das geben der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) bekannt, nachdem das Bundeskabinett am Vormittag einen Entwurf zur Neuregelung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) beschlossen hat. Dieser enthält jedoch leider kein wirksames Instrument gegen Datendiebstahl. Von daher erneuern bvh und DDV ihre mehr...

  • VDZ kritisiert Beschädigung der Presse durch Kabinettsbeschluss zum Datenschutz Berlin (ots) - VDZ kritisiert Beschädigung der Presse durch Kabinettsbeschluss zum Datenschutz Bundesregierung beschließt drastische Beschneidung brieflicher Leserwerbung / Bis zu 20 Prozent der Abo-Lesergewinnung hängen von nun verbotenen Briefen ab Die Bundesregierung hat heute einen Gesetzentwurf zum Datenschutz beschlossen, der die für die Presse vielfach essenzielle Gewinnung von Abo-Lesern durch Werbebriefe an Fremdadressen bis zum Widerspruch des Angeschriebenen weitgehend untersagt. Nur noch Spendenorganisationen mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht