Bremen (ots) - Grünen-Chef Reinhard Bütikofer übt beim Thema Tibet im Bremer "Weser-Kurier" (Freitagsausgabe) heftige Kritik an der Union und insbesondere an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die habe im vorigen Jahr für den Empfang des Dalai Lama im Bundeskanzleramt "großen Beifall eingeheimst", nun aber "sorgt sie hinter den Kulissen dafür, dass der Bundespräsident sicherheitshalber den Dalai Lama nicht empfängt". "Dann kritisiert die Union auch noch Außenminister Steinmeier, aber den Bundespräsidenten kritisiert sie nicht", empört sich der Spitzen-Grüne. Dies sei ein "durchsichtiges Doppelspiel". Hessens Ministerpräsident Roland Koch schließlich versuche, "den Dalai Lama für innenpolitische Profilbildung zu nutzen". Bütikofer: "Da geht es wohl eher darum, dass er sich sein Image weich zeichnen will, was er durch seine eigene Politik nicht erwerben kann." Der Grünen-Chef fordert, "dass man sich nicht das Programm einer tibetischen Regierung zu eigen macht. Das wäre mit der Ein-China-Politik nicht vereinbar". Die Grünen aber wollten Gespräche zwischen dem Dalai Lama und Peking "über eine tibetische Autonomie im Rahmen der chinesischen Verfassung".
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