Rostock (ots) - Bis auf wenige Momente ist der Dalai Lama auch stets ein Meister des Unbestimmten und Ungefähren, wenn es um den Kern seiner politischen Motive geht. Einige Anhänger sprechen von einem eigenstaatlichen Tibet, die anderen von einem autonomen. Die einen träumen von kulturell-religiöser Freiheit, die anderen von politischer. Umfasst der Ruf nach einem freien Tibet nur die heutige Provinz oder gar das Siedlungsgebiet der Tibeter, das rund 30 Prozent der Fläche Chinas ausmacht? Will das Oberhaupt der Tibeter die unterschiedlichen lamaistischen Sekten weiter repräsentieren und das schmale Zeitfenster der Olympischen Spiele in Peking für die eigene Sache nutzen, muss er auf diese Fragen antworten.
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