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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema "Die Linke unter Beobachtung"

Geschrieben am 15.05.2008 - [Nächster Artikel]

Bielefeld (ots) - Der Geschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch,
bezeichnet die Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz als
»unverschämt«. Ist sie das wirklich? Im Februar sorgte eine gewisse
Christel Wegner aus Niedersachsen für Schlagzeilen, als sie die Mauer
und die Stasi als »Schutz vor reaktionären Kräften« rechtfertigte und
behauptete: »Die DDR war für mich auf jeden Fall der sozialere
Staat.«
Die Linke in Niedersachsen, um ihren Ruf fürchtend, musste reagieren
und schloss die Kommunistin aus ihrer Fraktion aus. Solange die DKP
Wahlkampf für die Linke macht und die kommunistische Plattform um
Sarah Wagenknecht innerhalb der Partei eine bedeutende Rolle spielt,
dürfen sich Bartsch, Gysi und Lafontaine nicht über Zweifel an der
Verfassungstreue wundern.
Die Partei Die Linke ist nicht nur, aber auch ein Sammelbecken von
Marxisten, Stalinisten und ehemaligen Mitgliedern der SED. Die große
Mehrheit der Parteimitglieder steht auf dem Boden des Grundgesetzes
und setzt sich, mal handfest-pragmatisch, mal
sozialrevolutionär-träumerisch, für mehr soziale Gerechtigkeit in
Deutschland ein. Die Partei hat es selbst in der Hand, diese
Mitglieder vor Irrläufern wie Christel Wegner zu bewahren. Wer
totalitäre Systeme verharmlost, darf in einer Partei, die sich
demokratisch nennt, keinen Platz haben und muss ausgeschlossen
werden. Handelt Die Linke künftig so, gibt der Verfassungsschutz
Ruhe.

Originaltext: Westfalen-Blatt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
 
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