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NRZ: Kardinal Lehmann für islamischen Religionsunterricht

Geschrieben am 07-04-2008

Essen (ots) - Der katholische Kardinal Karl Lehmann spricht sich
für einen islamischen Religionsunterricht in Deutschland aus. "Ich
bin dafür, wenn das ein Unterricht in deutscher Sprache ist, wenn die
Lehrer in Deutschland ausgebildet werden und alles im Rahmen unseres
Schulgesetzes geschieht", sagte der langjährige Vorsitzende der
Bischofskonferenz der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ,
Dienstagausgabe). Lehmann beklagte jedoch Kommunikationsprobleme mit
muslimischen Organisationen: "Es ist nicht leicht, hier die richtigen
Gesprächspartner zu finden, weil es keine gemeinsame Führung gibt."
Darüber hinaus sprach sich Lehmann für Lohnuntergrenzen in
einzelnen Branchen aus, äußerte sich aber skeptisch zu einem
branchenübergreifenden, bundesweiten Mindestlohn. "Womöglich würde
dies viele Arbeitsplätze gerade in den unteren Lohngruppen
zerstören."
Lehmann sprach von einer "Abkühlung" im Verhältnis zwischen
katholischer und evangelischer Kirche und warnte davor, bei der
Profilsuche der Konfessionen die Unterschiede zu sehr zu betonen.
"Manche Abgrenzung von früher feiert heute fröhlich Urständ", sagte
Lehmann, der sich seit Jahrzehnten in der ökumenischen Theologie
engagiert. Er sieht "großen Gesprächsbedarf" zwischen den Kirchen -
etwa in bioethischen Fragen. Nach vielen gemeinsamen Resolutionen der
Kirchen betone der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in der
Frage der Stammzellforschung viel stärker eine eigene Position.
Lehmann: "Wir müssen aufpassen, dass wir deswegen nicht manche andere
Konsenspunkte gefährden."

Originaltext: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58972
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58972.rss2

Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042607


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