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Abgrund / Kommentar von Alexandra Eisen zum Kindesmissbrauch von Münster

Geschrieben am 08-06-2020

Mainz (ots) - Hohe kriminelle Energie, gepaart mit ausgewiesenem IT-Expertenwissen und einem hohen Maß an Widerwärtigkeit und menschlicher Verrohung - so lassen sich die Täter beschreiben, mit denen es die Ermittler bei den Fällen von hundertfachem Kindesmissbrauch in Münster zu tun haben. Das Leid der Opfer, ob aktuell in Münster, in Bergisch Gladbach oder in Lügde, ist dagegen unbeschreiblich. Die Staatsanwaltschaft spricht von der "Spitze eines Eisbergs", von Tausenden noch nicht ausgewerteten Gigabytes. Je tiefer die Ermittler in diesen Sumpf hineintauchen, desto mehr abscheuliche Taten kommen ans Licht. Der menschliche Abgrund, der sich da auftut, ist gigantisch - aber nicht neu. Man mag nicht darüber nachdenken, dass sich die Nachfrage nach kinderpornografischem Material in der Corona-Krise laut Experteneinschätzung auch noch um 30 Prozent erhöht haben soll. Die professionelle Kinderporno-Branche aber ist den Ermittlern immer einen Schritt voraus. Zwar hat der Bundestag jüngst ein Gesetz verabschiedet, das den Fahndern mehr Möglichkeiten beim Kampf gegen Kinderpornografie an die Hand gibt. Doch das wirksame Instrument der Vorratsdatenspeicherung liegt nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs weiterhin auf Eis. Immerhin haben manche Ermittlungsbehörden in Deutschland mittlerweile den Druck erhöht. In Münster hat das zum Erfolg geführt. Aber es bleiben auch hier Fragen nach der Verantwortung von Jugendamt, Polizei, Justiz und sozialem Umfeld - auch das ist im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch leider nicht neu.

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