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Thüringische Landeszeitung: Bedenken zu groß - Hamburger wollen die Spiele nicht / Kommentar von Jens Pachmann zum Olympia-Aus in der Hansestadt

Geschrieben am 01-12-2015

Weimar (ots) - Was unterscheidet Hamburg von München? Im Norden
Deutschlands spricht man platt, im Süden der Republik redet man
bayerisch. In Hamburg kickt der dienstälteste Bundesligaverein im
deutschen Fußball, in München hat der deutsche Rekordmeister seine
Heimstätte.

Und was verbindet die beiden deutschen Großstädte? In beiden
Metropolen will man die Olympischen Spiele nicht haben. Während sich
vor zwei Jahren die Bürger in München - besonders die Bauern im
Umland, die Angst um ihre Felder und Wiesen hatten - entschieden und
massiv gegen die Bewerbung um die Spiele 2022 aussprachen, hat nun
die hanseatische Bürgerschaft die "Rote Karte" gezeigt. Es war zwar
knapp, aber dennoch eine deutliche Reaktion auf die aktuelle
Situation.

Und die ist nicht geeignet, sich auf solche Großereignisse zu
freuen. Korruption in Bezug auf die Vergabe von
Fußball-Weltmeisterschaften, das nicht in den Griff zu bekommende
Dopinggespenst in olympischen Kernsportarten, die wachsende
Terrorgefahr auch bei sportlichen Events und die begründete
Befürchtung, dass man sich finanziell übernehmen könnte, haben das
Pendel in die negative Richtung schwingen lassen.

Für die Sportnation Deutschland, die im Ausland durchaus einen
hohen Stellenwert besitzt, ist das Nein zu Olympia 2024 in Hamburg
ein herber Schlag ins Gesicht. Vor allem sind hierzulande die
Talente, die in neun Jahren auf ihrem sportlichen Höhepunkt sind,
bitter enttäuscht. Denn mit der Verweigerung von München und Hamburg
wird es auf absehbare Zeit in Deutschland keinen Kampf um olympische
Lorbeeren geben.

Wenn im Jahr 2017 die Sommerspiele vergeben werden, sitzen wir nur
auf der Hinterbank. Schade irgendwie ...



Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de


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