(Registrieren)

Westfalenpost: Joachim Karpa zu Flüchtlingen: Burbach und Berleburg als Vorbilder für das Land

Geschrieben am 18-08-2015

Hagen (ots) - Ein Wachmann drückt einem mit gefesselten Händen am
Boden liegenden Flüchtling den Stiefel in den Nacken und posiert für
Fotos. Die Bilder aus der ehemaligen Siegerlandkaserne in Burbach
sind um die Welt gegangen. Und das Land hat sich über die
Misshandlungen Asylsuchender kollektiv geschämt. Zehn Monate später
ist Burbach wieder im Blick der Öffentlichkeit. Nicht weltweit,
dafür bundesweit. Dieses Mal im positiven Sinne - gemeinsam mit Bad
Berleburg: als Erstaufnahme-Einrichtungen mit Modellcharakter.

Eines zeigt die Entwicklung dieser Flüchtlingsunterkünfte. Politik
und Verwaltung bewegen sich, haben gelernt. Warum? Weil es keinen
Sinn hat, Asylsuchende mit Bussen durch das Land zu fahren. Viele
haben in Deutschland drei, vier Stationen hinter sich, bevor sie in
Notunterkünften wie in Rüthen, Iserlohn oder Olpe ankommen. Ein
irrsinniger Aufwand, den eine überforderte Bürokratie betreibt,
getrieben von der hohen Zahl der Neuankömmlinge. Und sicher nicht aus
der Sicht der Betroffenen gedacht, die bereits eine Odyssee hinter
sich haben, bis sie in Deutschland sind.

Bad Berleburg und Burbach stehen für kurze Wege, für höhere
Standards bei der Unterbringung. Beispiel: eine bessere Betreuung der
Kinder. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat die Trägerschaft für diese
Einrichtungen übernommen. Das ist neu - und das ist gut. Er will
Einfluss nehmen, für das, was mit den Flüchtlingen vor der Haustür
passiert. Das war früher anders, als es wie in Burbach um die
Überbelegung ging.

An dieser Stelle zurück zum Anfang. Unser Land braucht zwingend
mehr Burbachs und Berleburgs. Dringend. Worauf warten?



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

573638

weitere Artikel:
  • Badische Zeitung: Grüne Asylpolitik / Mutig ist anders Kommentar von Thomas Fricker Freiburg (ots) - Wenn es sich bei der Ausweisung weiterer sicherer Herkunftsländer nur um einen Randaspekt der aktuellen Krise handelt - und genauso argumentieren Kretschmann und andere Grüne -, warum ringen sie dann Union und SPD nicht erneut Zugeständnisse ab, etwa mehr Geld für Unterbringung und Betreuung oder endlich die Initiative für ein Einwanderungsgesetz? Weil Wahlkampf ansteht und Kretschmann demotivierenden Ärger in seiner Partei nicht gebrauchen kann. Verständlich ist das, politisch mutig eher nicht. http://mehr.bz/khsst190 mehr...

  • Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum US-Wahlkampf: Trumps falsche Trümpfe, von Thomas Spang Regensburg (ots) - Donald Trump bedient das Lebensgefühl der US-Wutbürger besser als jeder andere. Amerika ist in deren Wahrnehmung nicht mehr toll, weil andere es ausnutzen. Die Chinesen klauen die Fabriken, die Europäer lassen die USA ihre Verteidigung bezahlen und die Lobbyisten rauben mit Hilfe gekaufter Politiker das Land aus. Am schlimmsten aber treiben es in dieser Wahnwelt illegale Einwanderer, die angeblich Jobs und Wohlstand wegnehmen. Selbst wenn nichts von dem auch nur annähernd etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat, mehr...

  • Mittelbayerische Zeitung: Luckes Resterampe - AfD und ALFA sind als konservative Opposition wohl gescheitert. CDU und CSU droht aber neue Gefahr. Von Reinhard Zweigler Regensburg (ots) - Vielleicht war die "Alternative für Deutschland" lediglich eine Sternschnuppe am politischen Himmel der Bundesrepublik. Nach der beschämenden Abwahl des Parteiengründers Bernd Lucke auf dem chaotischen Essener Parteitag verglüht und zerbröselt die einstige Oppositionsgründung gegen den umstrittenen Euro-Rettungskurs von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble immer weiter. Einst sogen die Lucke und Co. Honig aus der Misere des Euro und der südeuropäischen Krisenstaaten. Nun sind sie tief gespalten und verfeindet. mehr...

  • Lausitzer Rundschau: Zu den neuen Schätzungen über Flüchtlingszahlen / Das steckt Deutschland weg Cottbus (ots) - Die neue Flüchtlingszahl - egal, ob es am Ende nun 650 000 oder 750 000 sein werden in diesem Jahr - übertrifft alle bisherigen Rekorde. Jedenfalls wenn man nur das Asyl betrachtet. Wo sind die Grenzen der Aufnahmefähigkeit? Sie waren in Deutschland schon immer sehr weit. Die Bundesrepublik und die DDR haben nach dem Krieg zwölf Millionen Vertriebene aufgenommen, die alten Länder bis zum Fall der Mauer dazu noch 3,7 Millionen Flüchtlinge und Übersiedler aus der damaligen DDR und rund 4,4 Millionen Aussiedler aus Russland mehr...

  • Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Flüchtlingen in Deutschland Bielefeld (ots) - Bis zu 750 000 Flüchtlinge kommen in diesem Jahr nach Deutschland. Das klingt viel, ist aber im Vergleich zu Staaten, die an Bürgerkriegsländer angrenzen, vergleichsweise wenig. Beispiel Jordanien: Hier leben 650 000 Flüchtlinge. Das sind zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Ein wohlhabendes Land wie Deutschland kann 750 000 weitere Asylbewerber verkraften. Zur Erinnerung: Das zerbombte Nachkriegsdeutschland nahm zwölf Millionen Menschen auf, die aus Schlesien, Ostpreußen, Ungarn, mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht