(Registrieren)

WAZ: Historischer Prozess. Kommentar von Martin Gehlen

Geschrieben am 03-08-2011

Essen (ots) - Der 3. August war ein historischer Tag für Ägypten.
Zum ersten Mal seit den Zeiten der Pharaonen musste sich ein
Herrscher am Nil vor einem ordentlichen Gericht eine Anklage auf
Mord, Mordversuch und Selbstbereicherung anhören.

Damit ist er noch nicht verurteilt, doch das Signal ist gesetzt:
Auch unantastbare Potentaten können eines Tages für ihre Untaten zur
Verantwortung gezogen werden. Und so fokussiert sich in dem
spektakulären Verfahren noch einmal die ganze nationale Erfahrung des
Landes der letzten 30 Jahre - die immer fester angezogenen Schrauben
des Regimes, die Willkür des Machtapparats und schließlich die
erfolgreiche Selbstbefreiung des Volkes.

Der Prozess wühlt die Nation auf. Hosni Mubarak sei kein Saddam
Hussein, sagen die einen und haben Recht. Andere trauern um ihre
Kinder oder Geschwister und fordern eine Strafe, wie sie jeder
namenlose Mörder erhalten würde. Die wenigsten Menschen am Nil wollen
Mubarak am Ende wirklich hängen sehen. Ihnen reicht ein
rechtskräftiges Urteil und Arrest bis zum Lebensende. Und das wäre
schon Menetekel genug für die übrigen Despoten der Region.



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

345568

weitere Artikel:
  • Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar zu Neue Sorgen um Schuldenstaaten Getriebene der Finanzmärkte SABINE BRENDEL, BRÜSSEL Bielefeld (ots) - Europa und die Finanzmärkte ticken in zwei komplett unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Den jüngsten Beweis dafür liefert die Schuldenkrise in Euro-Staaten wie Griechenland und Italien. Europa hat erkannt, dass es unter Zeitdruck steht. Dafür gewappnet hat es sich nicht. Das war ein Fehler. Europa hat zwar gute Konzepte, um die Turbulenzen einzudämmen. Doch bis die Beschlüsse ausgearbeitet und von den Staaten abgenickt sind, vergehen Wochen oder Monate. So viel Zeit lässt der Finanzmarkt den Schuldenstaaten nicht. mehr...

  • WAZ: Die Macht der Lotsen. Kommentar von Dietmar Seher Essen (ots) - Aufatmen in vielen Familien. Das Frankfurter Arbeitsgericht hat es den Fluglotsen untersagt, Deutschlands Flugverkehr an diesem Donnerstag für sechs Stunden lahm zu legen. Der Urlaubsstart scheint vorerst gerettet. Doch eine einstweilige Anordnung eines Gerichts ist keine Entscheidung in der Hauptsache, das Wort eines Richters löst den Konflikt nicht. Er ist nur etwas vertagt - und Berufung ist möglich. Die mit aller Härte geführte Auseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft und der Deutschen Flugsicherung geht mehr...

  • Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Hausärztemangel Bielefeld (ots) - »Der beste Arzt ist jederzeit des Menschen eigne Mäßigkeit.« Diese Worte des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) sollten nicht nur wir Menschen, sprich Patienten, im Hinblick auf unseren Lebenswandel ernst nehmen. Er gilt in gleicher Weise in Sachen Gesundheitswesen, zum Beispiel auch auch für Ärzte, Apotheker, Krankenkassen und natürlich für Politiker. Spitzenmedizin, die jeder will, kostet Geld, das aber knapp ist. Also müssen die vorhandenen Mittel gerecht verteilt werden, denn auch für jede Familie mehr...

  • Rheinische Post: Mubarak als Symbol Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Matthias Beermann: Hosni Mubarak, von den Ägyptern noch vor kurzem als allmächtiger "Pharao" entweder bewundert oder gefürchtet, steht vor Gericht. In einem Käfig, in weißer Häftlingskleidung, muss er sich verantworten. Die Anklage lautet auf Korruption und Verstrickung in die Tötung von Demonstranten, wofür Mubarak die Todesstrafe droht. Ob es wirklich so weit kommt, bleibt indes fraglich. Die Militärs, die den sich störrisch an die Macht klammernden Präsidenten mit einem Putsch aus der Schusslinie mehr...

  • Rheinische Post: Auf dem Rücken der Mehrheit Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Birgit Marschall: Wieder einmal nutzt eine kleine, gut organisierte Berufsgruppe die Schlüsselstellung aus, die sie im großen Mahlwerk der deutschen Wirtschaft einnimmt: Nach den Piloten, Lokführern und Klinikärzten haben nun auch die Fluglotsen einen Streik angedroht, der vorübergehend das ganze Land lahmgelegt hätte. Das Frankfurter Arbeitsgericht hat den Streik gestern in letzter Minute verboten. Doch die Auseinandersetzung ist damit längst nicht beendet - ein Streik kann noch kommen. Die mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht