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Neue OZ: Kommentar zu Umwelt / Artenschutz

Geschrieben am 18-03-2010

Osnabrück (ots) - Perfide Pokerrunde

Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar, dann müsste ich nicht
mehr schrei'n, alles wär so klar", sang die Band Grauzone in den
1980er-Jahren. Da war die Welt für den König der Arktis noch in
Ordnung. Heute steht dem Eisbären das Wasser bis zum Hals: Die
Eisschmelze infolge des Klimawandels reduziert seinen Lebensraum.
Eine Entwicklung, die sich nur schwer ändern lässt.

Einfacher ist es, den internationalen Handel mit Eisbärfellen und
-trophäen zu verbieten. Dass sich die Artenschutzkonferenz darauf
nicht einigt, ist ein Skandal. Erst recht, wenn eine Retourkutsche
der EU der Grund sein sollte, wie Tierschützer vermuten. Weil sie
beim Klimaschutz keine Zugeständnisse machen, werden die USA, die die
Eisbären besser schützen wollen, von Europa überstimmt. Eine
Pokerrunde auf Kosten der Tiere also - das wäre perfide.

Dem Artenschutz droht ein Debakel: So scheitert ein Handelsverbot
für den Blauflossen-Thunfisch vor allem am Protest japanischer
Sushi-Esser. Auch der Schutz von Hai-Arten wird abgelehnt. Beim Tiger
hat die internationale Gemeinschaft bereits versagt. Nur 3200 dieser
Raubkatzen leben noch in freier Wildbahn. Täglich sterben weltweit
150 Tier- und Pflanzenarten aus. Für taktische Spielchen am
Konferenztisch bleibt keine Zeit.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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