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Saarbrücker Zeitung: Rösler hält bestehendes Gesundheitssystem für ungerecht - Prämie nur schrittweise

Geschrieben am 27-12-2009

Saarbrücken (ots) - Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP)
hat seine Reformpläne für die Einführung einer einkommensunabhängigen
Gesundheitsprämie verteidigt. "Als Bundesgesundheitsminister bin ich
in erster Linie dafür verantwortlich, eine gute medizinische
Versorgung für alle Versicherten sicher zu stellen. Das ist auch der
Grund, warum wir die Finanzierung des bestehenden Gesundheitssystems
neu regeln wollen", sagte Rösler der "Saarbrücker Zeitung"
(Montag-Ausgabe).

Die finanzielle Ausgestaltung des bestehenden Systems sei zu sehr
an den Faktor Arbeit geknüpft. Außerdem sei das System "nicht
gerecht". Der Ausgleich zwischen Arm und Reich in der gesetzlichen
Krankenversicherung müsse nach seiner Ansicht über das Steuersystem
abgewickelt werden, "weil nur dort alle Bürger mit allen Einnahmen
und gemäß ihrer Leistungsfähigkeit einbezogen werden", meinte der
FDP-Politiker.

Zugleich wandte sich Rösler gegen die Auffassung, dass dieser
Sozialausgleich unbezahlbar sei. "Milliardenbeträge werden wir nicht
brauchen, da wir schrittweise und behutsam die gesetzliche
Krankenversicherung umbauen wollen", erläuterte der Minister. Niemand
solle überfordert werden. "Ob wir wirklich viel Geld für einen
Sozialausgleich brauchen oder nicht, hängt davon ab, in welchen
Schritten und in welchen Größenordnungen wir die Prämie einführen",
meinte Rösler.

Originaltext: Saarbrücker Zeitung
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Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230


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