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RNZ: Bildungs-Hügel - Kommentar zum Bildungsgipfel im Kanzleramt

Geschrieben am 16-12-2009

Heidelberg (ots) - Von Christian Altmeier
Der groß angekündigte Gipfel zur Bildung erwies sich allenfalls als
Maulwurfshügel. Zwar will die Kanzlerin einige zusätzliche Milliarden
locker machen - wohl nicht zuletzt mit Blick auf die morgen im
Bundesrat anstehende Abstimmung über das
Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Doch selbst dieser Vorstoß blieb
letztlich im Streit darüber stecken, auf welchem Weg die Länder das
Geld erhalten sollen. Wiedervorlage: Juni 2010. Der Anspruch der
Ministerpräsidenten, möglichst frei über die Mittel verfügen zu
können, lässt zudem nicht nur beim Bund die Befürchtung aufkommen,
dass die Gelder am Ende für andere Zwecke eingesetzt werden könnten.
Doch Geld alleine kann die Probleme ohnehin nicht lösen. Denn der
Streit zeigt erneut, dass es in Deutschland statt der von Merkel
ausgerufenen Bildungsrepublik nur eine Bildungs-Kleinstaaterei gibt.
Der Bund darf zwar zahlen - aber nicht mitbestimmen. Und während an
den Hochschulen - wenn auch mehr schlecht als recht - an einem
europaweit harmonisierten Studium gearbeitet wird, sind die Schulen
nicht einmal über die Ländergrenzen hinweg vergleichbar.
Wünschenswert wäre daher ein gut ausgestattetes Bildungssystem aus
einem Guss. Doch dieses Ziel schwebt unerreichbar über allen Gipfeln.

Originaltext: Rhein-Neckar-Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66730
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66730.rss2

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0


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