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Südwest Presse: Kommentar zum Islamunterricht

Geschrieben am 11-12-2009

Ulm (ots) - Als Baden-Württemberg zum Schuljahr 2006/07 an zwölf
Modellschulen den islamischen Religionsunterricht eingeführt hat, war
das ein wichtiges Zeichen. Wir überlassen die Vermittlung des Islam
nicht mehr allein dem nationaltürkischen Konsulationsunterricht und
den Koranschulen, lautete die Botschaft. Und die Politik schien
verstanden zu haben, dass es nicht ausreicht, das Wirken von
Hasspredigern und die Bildung von Parallelgesellschaften zu beklagen,
sondern dass sie integrationswilligen Muslimen auch Angebote
unterbreiten muss. Ihre Kinder haben das gleiche Recht auf
Religionsunterricht wie christliche.
Nun, da das Schweizer Minarett-Verbot noch in unguter Erinnerung ist,
setzt das Land wieder ein Zeichen: Mitten in die Debatte hinein
platziert es den Beschluss, den islamischen Religionsunterricht
auszuweiten. Auch dieser Schritt ist richtig. Aber so recht
überzeugen mag er diesmal nicht. Dafür kommt er zu spät und zu
kraftlos. Im Südwesten besuchen bereits rund 70 000 Kinder und
Jugendliche islamischen Glaubens die Schule. Aber nur 900 erhalten
Islamunterricht an der Grundschule. Selbst wenn die Zahl jetzt
verdoppelt wird, ist das Missverhältnis noch immer augenfällig.
Religionsunterricht unter staatlicher Aufsicht, in deutscher Sprache
und von Muslimen miterarbeitet, ist ein wichtiger Beitrag zur
Integration. Daher sollte das Land seine Bemühungen weiter verstärken
und nicht bei Klasse 5 einstellen.

Originaltext: Südwest Presse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59110.rss2

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218


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