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Rheinische Post: Obamas Spagat

Geschrieben am 02-12-2009

Düsseldorf (ots) - Es war die schwerste Rede, die Barack Obama
halten musste, seit er im Weißen Haus regiert. Die Amerikaner sind
kriegsmüde. Viele verstehen nicht, was ihre "Jungs" noch in
Afghanistan sollen. Nach der schwersten Rezession seit der
Weltwirtschaftskrise, angesichts einer Arbeitslosigkeit auf
Rekordniveau, haben sie andere Prioritäten. Die liegen in Denver und
Detroit, nicht in Kabul und Kandahar.
Obama, von einer Welle der Begeisterung ins Oval Office getragen,
musste gegen den Strom anreden. Er hat es probiert. Er hat Emotionen
geschürt, indem er die Erinnerung an den 11. September beschwor. Er
hat versucht, seine Parteifreunde bei der Stange zu halten, indem er
ihnen mit dem Juli 2011 ein frühes Datum für den Rückzugsbeginn
präsentierte. Doch der Beginn eines Abzugs kann eine symbolische
Geste sein, über das Ende sagt er wenig.
Der rhetorische Spagat, der Versuch, es allen recht zu machen, er
lässt mehr Fragen offen als beantwortet werden. Sicher ist nur:
Afghanistan ist Obamas Krieg, er ist das, was Irak für George W. Bush
war oder Vietnam für Lyndon B. Johnson. Der Friedensnobelpreisträger
hat sich für die militärische Eskalation entscheiden. Es ist ein
Konflikt, der ihn entweder bestätigt oder grandios scheitern lässt.

Originaltext: Rheinische Post
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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303


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