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Neue OZ: Kommentar zu Soziales / Betreuungsgeld

Geschrieben am 25-11-2009

Osnabrück (ots) - Einseitige Debatte

Was für eine absurde Debatte: Tagelang streiten CSU, FDP und CDU
in der Regierungskoalition über das Betreuungsgeld, über Gutscheine
oder Barauszahlung. Das erweckt den Eindruck, als ob das
Betreuungsgeld nicht erst 2013 eingeführt werden soll, sondern
bereits in wenigen Monaten. Und einige Oppositionspolitiker
schleudern Begriffe wie Herdprämie und Ideologie in die Diskussion.
Da wird gelegentlich die Risiko-Familie zur Norm erhoben. Als ob eine
hochwertige Betreuung von unter Dreijährigen niemals in Familien
vorkommen kann.

Etwas weniger Einseitigkeit täte der Auseinandersetzung gut. Es
ist wenig hilfreich, die Arbeit von Tagesmüttern und Erzieherinnen in
Krippen auszuspielen gegen diejenige von Eltern - und vor allem der
Mütter. Wertvolle Erziehungsarbeit wird in beiden Fällen geleistet,
von einer Minderheit überforderter Problem-Familien abgesehen. Und
weil in Deutschland Wertschätzung oft in Geld ausgedrückt wird, ist
auch das Betreuungsgeld ein Zeichen der Anerkennung für die
Erziehungsleistung.

Weil das Geld erst 2013 eingeführt werden soll, bleibt genügend
Zeit, um Kompromisse zu finden. Eines muss dabei klar sein: Nötig ist
ein Modell, das verhindert, dass bestimmte Eltern das Geld einfach
für sich einstecken. Doch da sind viele Möglichkeiten denkbar.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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