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Südwest Presse: Südwest Presse Ulm, Kommentar zu Atompolitik, Ausgabe vom 17.09.2009

Geschrieben am 16-09-2009

Ulm (ots) - Bei der Union muss die Angst vor dem Wähler wohl groß
sein. Da haben ausgewiesene Experten in einer Studie für das
Bundesforschungsministerium wichtige Argumente zusammengetragen, die
für ein Festhalten an der Kernenergie sprechen. Doch anstatt die
wissenschaftliche Flankenhilfe, die der Atompolitik der Partei doch
in die Hände spielt, nun offensiv zu nutzen, wird das Papier als
geheime Kommandosache eingestuft und bis zum 27. September zum Tabu
erklärt.
Das passt zu der von Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgegebenen
Strategie - nicht auffallen, nicht festlegen, nicht streiten. Doch je
länger der Wahlkampf dauert, desto mehr erweist sich die
Untauglichkeit dieses Versuchs, den Bürgern konkrete Antworten auf
die Kernfragen der Zukunft vorzuenthalten, um den sicher scheinenden
Wahlsieg und damit Merkels Machterhalt nicht zu riskieren. Immer
öfter wird der Schleier gelüftet, den die Union über ihre wahren
Absichten für die Zeit nach der Wahl gebreitet hat. Schwarz-Gelb wird
zu guter Letzt doch noch gezwungen, Farbe zu bekennen.
Es ist freilich auch ein allzu durchsichtiges Manöver, sich über die
ungelöste Endlagerfrage beharrlich auszuschweigen. Da geht es
schließlich um die Eignung möglicher Standorte ziemlich dicht vor der
Haustür der CDU-Forschungsministerin Annette Schavan. Und dass die
Verlängerung der Laufzeiten von Atommeilern kein populäres Projekt
ist, weiß selbst die Kanzlerin und ehemalige Umweltministerin nur zu
genau. Aber Wegducken gilt nicht - weder im Wahlkampf noch bei der
drängenden Suche nach einem sicheren Platz für den Atommüll.

Originaltext: Südwest Presse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59110.rss2

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218


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