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Der Tagesspiegel: IG Metall fordert Zusagen vom VW-Vorstand als Voraussetzung für Sanierungsverhandlungen

Geschrieben am 08-07-2006

Berlin (ots) - Die IG Metall setzt VW vor den bevorstehenden
Sanierungsgesprächen unter Druck. "Erst wenn der Vorstand ganz
bestimmte Anforderungen erfüllt, werden wir entscheiden, ob wir uns
auf Tarifverhandlungen einlassen", sagte der Verhandlungsführer der
Gewerkschaft, Hartmut Meine, dem "Tagesspiegel am Sonntag". VW
blockiere seit November 2004 den Abschluss einer Betriebsvereinbarung
über eine innovative Arbeitsorganisation. "Wir erwarten, dass das
jetzt angegangen und umgesetzt wird. Zum zweiten wollen wir wissen,
welche Fahrzeuge und Komponenten künftig an den sechs Standorten
gebaut werden", sagte Meine, der sich am kommenden Mittwoch mit
VW-Vertretern zu einem Sondierungsgespräch trifft. Gewerkschaft und
Betriebsrat "wollen zusätzlich wissen, welches weitere Fahrzeug mit
welcher Stückzahl nach Wolfsburg kommt. Das ist zwar versprochen,
aber wir wissen noch immer nicht, um welches Modell es sich handeln
soll", sagte Meine.
Die Forderung des Managements nach Verlängerung der Arbeitszeit
lehnte der niedersächsische IG Metall-Chef ab. "Bereits jetzt, bei
einer Arbeitszeit von 28,8 Stunden, haben wir nicht genug Arbeit für
die 100000 Beschäftigten in den sechs Werken; allein 10000 von ihnen
haben ein negatives Arbeitszeitkonto. Eine Verlängerung der
Arbeitszeit in dieser Situation ist abwegig." Alles in allem sei die
"ernste Situation des Unternehmens darauf zurückzuführen, dass das
Management seine Schulaufgaben nicht gemacht hat. Die Organisation
der Arbeit ist ineffizient, die Autos sind zu kompliziert
konstruiert."
Albrecht Denninghoff, Autoanalyst bei der Hypo-Vereinsbank, sieht
50.000 Arbeitsplätze in den westdeutschen VW-Werken gefährdet. Der
Abbau von Überkapazitäten, Rationalisierungseffekte auf Grund höherer
Produktivität sowie die Verlängerung der Arbeitszeit könnte rund die
Hälfte der 100.000 VW-Stellen in Westdeutschland überflüssig machen,
sagte Denninghoff dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:
Der Tagesspiegel, Ressort Wirtschaft, Telefon 030/26009-260

Originaltext: Der Tagesspiegel
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=2790
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_2790.rss2

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de


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