(Registrieren)

Landessozialgerichte ab 18.12.2008 für Arzneimittel-Rabattverträge zuständig - Start der Rabattverträge zum 1. März 2009 weiterhin realistisch

Geschrieben am 16-12-2008

Berlin (ots) - Bundespräsident Horst Köhler hat das Gesetz zur
Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV-OrgWG) unterschrieben. Das Gesetz wird am
17.12.2008 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt hinsichtlich
der Rechtsweg-Bestimmungen in Sachen Ausschreibungen im
Gesundheitswesen nach § 69 SGB V (u. a. Arzneimittel-Rabattverträge)
"am Tag nach der Verkündung in Kraft" (Art. 7 Absatz 5 GKV-OrgWG).
Damit sind alle Versuche des Branchenverbandes "pro generika"
hinfällig, Rechtsunsicherheit zu suggerieren hinsichtlich des
Rechtsweges bei Auseinandersetzungen über die
Arzneimittel-Rabattverträge der AOK.

Ab 18.12.2008 ist u. a. der Artikel 2c des GKV-OrgWG in Kraft, in
dem es unter Nr. 1 heißt: "für Streitigkeiten über Entscheidungen von
Vergabekammern, die Rechtsbeziehungen nach § 69 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch betreffen, sind die Landessozialgerichte zuständig".
Dies gilt nicht nur für künftige, sondern auch für bereits bei den
Oberlandesgerichten anhängige Rechtsstreitigkeiten, die von diesen
gemäß Artikel 2c Nr. 4 des GKV-OrgWG am Tag nach der Verkündung "in
dem Stadium, in dem sie sich befinden, auf das für den Sitz der
Vergabekammer zuständige Landessozialgericht" übergehen.

Der AOK-Bundesverband kritisiert weitere Versuche von "pro
generika", verfahrenstechnische Automatismen des
Nachprü-fungsverfahrens als ausdrückliches Zuschlagsverbot für
AOK-Arzneimittelrabattverträge darzustellen. Bislang haben
Vergabekammern zwei Nachprüfungsanträge teils als unzulässig, teils
als unbegründet zurückgewiesen, in anderen Verfahren liegen noch
keine Entscheidungen vor. So lange angerufene Vergabekammern aber
nicht rechtskräftig entschieden haben, dürfen ganz allgemein keine
Zuschläge in diesen Vergabeverfahren erteilt werden. Das ist keine
Entscheidung gegen die Rabattverträge der AOK. Da jetzt per Gesetz
Klarheit über den Rechtsweg geschaffen wurde, geht die AOK weiterhin
mit Zuversicht in die juristischen Auseinandersetzungen um die
Rabattverträge.

Da es hier um Arzneimittelumsätze von rund 2, 3 Milliarden Euro
pro Jahr geht, habe man damit gerechnet, dass von unterlegenen
Bietern versucht wird, das Wirksamwerden der Rabattverträge zu
verzögern. Die Erteilung der Rabattvertragszuschläge kann
voraussichtlich mit einem Vorlauf von zwei Monaten erfolgen. Damit
bleibt genug Zeit für die ausgewählten Hersteller, die
Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Originaltext: AOK-Bundesverband
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8697
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_8697.rss2

Pressekontakt:
Udo Barske, AOK-Pressesprecher, Tel. 030-346 46 - 2309 oder Mobil
01520 156 3042.


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

177078

weitere Artikel:
  • NRZ: Erbschaftssteuer-Reformgesetz unter Zeitdruck Essen (ots) - Berlin. Die umstrittene Reform der Erbschaftssteuer "hängt" seit elf Tagen im Kanzleramt. Sie ist bislang nicht im Präsidialamt eingegangen. Damit gerät das Gesetz unter Zeitdruck. Es sollte planmäßig zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. Das berichtet die in Essen erscheinende Neue Ruhr/Rhein Zeitung (Mittwoch). Bundespräsident Horst Köhler muss das Gesetz erst auf seine Verfassungsmäßigkeit prüfen und unterzeichnen. Erst dann kann es in Kraft treten. Sein Sprecher Martin Kothe bestätigte auf NRZ-Anfrage, "die Prüfung des mehr...

  • Der Tagesspiegel: Regierung: Berliner Schloss ist zu teuer - Bundesbauministerium fordert Überarbeitung der Pläne, um Kostenrahmen enzuhalten Berlin (ots) - Der preisgekrönte Entwurf für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses sprengt die veranschlagten Baukosten von 552 Millionen Euro. Das geht aus einem Bericht des Bundesbauministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, der dem Tagesspiegel vorliegt. Das Ministerium empfiehlt daher, den Architekten Franco Stella mit einer Überarbeitung seiner Pläne zu beauftragen, heißt es in dem Bericht weiter. Er solle unter anderem auf Rekonstruktionen barocker Fassaden im Innern des Gebäudes verzichten. Der Italiener mehr...

  • Pfeiffer: Ausbau des Stromnetzes gründlich beschleunigen Berlin (ots) - Anlässlich der öffentlichen Anhörung zum Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) am 15.12.2008 im Deutschen Bundestag erklärt der Koordinator in Energiefragen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Joachim Pfeiffer MdB: Die 13 Sachverständigen aus Wissenschaft, Industrie und Behörden haben die geplante Beschleunigung des Ausbaus von Strom- und Höchstspannungsnetzen einhellig begrüßt. Das massive Wachstum bei den erneuerbaren Energien und der grenzüberschreitende Stromhandel machen das zwingend erforderlich. Der Entwurf der mehr...

  • Neues Deutschland: zum Spruch des europäischen Gerichtshof zum Ausländerzentralreister Berlin (ots) - Das Ausländerzentralregister ist, was das Wort verspricht: ein Datenmoloch, der vorgeblich zur unvermeidlichen Verwaltung von Informationen über Ausländer notwendig ist. Vor 1994 war er offenbar noch nicht notwendig, denn erst seitdem gibt es das Register. Die Warnungen etwa von Flüchtlingshilfeorganisationen, es werde damit ein Instrument zur illegitimen Kontrolle von Migranten und damit niederes Recht für Ausländer geschaffen, sind nicht nur längst Realität geworden. Sie wurden inzwischen durch zahlreiche Einschränkungen mehr...

  • Generalanwalt Yves Bot erneut auf Seiten der Patientensicherheit Berlin (ots) - In seinem Schlussantrag im EuGH-Verfahren zum Fremdbesitzverbot verteidigt der Generalanwalt das bestehende Fremdbesitzverbot in Deutschland und Italien Bereits in der ersten wichtigen Apotheken-Entscheidung des EuGH in diesem Jahr, die sich mit der regionalen Gebundenheit der Krankenhausversorgung mit Arzneimitteln befasste, war im Schlussantrag wie dann auch im Urteil vom 11. September zu erkennen, dass sich sowohl Yves Bot als auch die Kammer auf einen der Patientensicherheit verpflichteten Standpunkt stellten. Die mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht