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ARAG Deutschland Trend: Finanzkrise drückt auf Stimmung der Deutschen

Geschrieben am 26-11-2008

Düsseldorf (ots) -

- Zuversicht der Deutschen sinkt rapide - für 2009 blicken sie
kritisch in die Zukunft
- Mehr als ein Drittel sehen ihre Ersparnisse
in Gefahr
- Stimmung bei den Selbstständigen kippt am stärksten

Kaum ein Konjunkturabschwung kam je so brüsk. Der faktische
Zusammenbruch des US-Bankensystems im September löste innerhalb
weniger Wochen eine Rezession aus, die sich auf die Weltwirtschaft
ausweitet. Obwohl einige Volkswirte glauben, dass die deutsche
Wirtschaft möglicherweise nur kurz in die Rezession eintauchen wird,
hat die allerorten transportierte Krisenstimmung tiefe Spuren in der
Gemütsverfassung der Deutschen hinterlassen. Im aktuellen ARAG
Deutschland Trend wurden die Deutschen wie schon für 2008 nach ihren
Erwartungen und Plänen für das Jahr 2009 befragt.

Vor einem Jahr gingen noch 35,2 Prozent der Deutschen davon aus,
am Beginn einer ordentlichen Konjunkturentwicklung zu stehen. Diese
Erwartung haben heute nur noch 8,2 Prozent, wenn sie ihre Aussichten
für 2009 formulieren.

Am deutlichsten kippt die Erwartungshaltung gegenüber dem
Arbeitsmarkt. Vor einem Jahr glaubten 58,7 Prozent der Befragten an
wachsende Beschäftigtenzahlen. Für das Jahr 2009 tun dies nur noch
13,5 Prozent.

Besonders düster sind die Erwartungen der Selbstständigen für das
Jahr 2009. In dieser Gruppe zeigt sich der Stimmungswechsel
drastisch. Nur noch sieben Prozent glauben, im nächsten Jahr ihren
Lebensstandard zu steigern. Im letzten Jahr waren es noch 30 Prozent.
Halb so viele Selbstständige wie im Vorjahr - nämlich nur noch 6,2
Prozent im Vergleich zu 15,9 Prozent - planen größere Investitionen.
Ebenfalls sinkt bei ihnen die Bereitschaft, für das Alter
vorzusorgen, ausgesprochen rapide: 8,3 Prozent der Selbstständigen
wollen im kommenden Jahr Vorsorge für das Alter treffen. Im
vergangenen Jahr bejahten noch 37,8 Prozent dieser Gruppe ein
Engagement für die eigene Altersvorsorge.

Für die Deutschen ist unstrittig, dass die Auswirkungen der
internationalen Finanzkrise auch 2009 anhalten werden. Knapp 60
Prozent von ihnen sind davon überzeugt. Entsprechend rechnet ein
Fünftel der Deutschen mit einer Senkung des Lebensstandards im
nächsten Jahr. Das sind drei Mal so viele Deutsche wie noch in 2007.
Viele befürchten, im Jahr 2009 weniger Geld in der Tasche zu haben:
Noch vor einem Jahr glaubten rund 30 Prozent der Deutschen an eine
Steigerung des Einkommens, jetzt sind es laut ARAG Deutschland Trend
weniger als 12 Prozent. Für größere Investitionen ist da wenig Platz.
Nur wenige Deutsche (4,5 Prozent) planen größere Anschaffungen wie
Neuwagen oder neue Möbel für das kommende Jahr. Bei der Befragung im
Vorjahr waren es noch mehr als doppelt so viele (9,5 Prozent).
Dennoch wollen sich die Deutschen die Stimmung nicht vollständig
vermiesen lassen. Die Bereitschaft, Geld für kleinere Investitionen
locker zu machen, ist deutlich gestiegen. 25,6 Prozent der
Bevölkerung will im neuen Jahr in den Urlaub oder in einen neuen
Fernseher investieren. Ende 2007 waren es fast acht Prozentpunkte
weniger (17,7 Prozent).

Der ARAG Deutschland Trend zeigt ferner, dass sich die Bankenwelt
wenig Hoffnung machen kann, im kommenden Jahr aus der Vertrauenskrise
herauszukommen. 62,1 Prozent der Befragten glauben, dass das
Vertrauen in die Banken weiter sinken wird. 37 Prozent befürchten,
dass ihre Ersparnisse (Sparguthaben und Geldanlagen) in Gefahr sind.
Besonders drastisch fällt dieser Wert in Ostdeutschland aus. Dort
glauben 56,3 Prozent der Befragten, dass ihr Geld nicht mehr sicher
ist. In Westdeutschland liegt dieser Wert bei 32,2 Prozent. Aber auch
die Versicherungswirtschaft darf sich nicht in zu großer Sicherheit
wiegen. 44,6 Prozent der Deutschen meinen, dass auch die
Glaubwürdigkeit der Assekuranz durch die Finanzkrise gefährdet ist.

Selten hatten es Meinungsforscher binnen Jahresfrist mit einem so
deutlichen Stimmungswechsel zu tun. Wirtschaftsexperten sind sich
zwar sicher, dass die getrübte Stimmung in der Gesamtbevölkerung
nicht der ökonomischen Realität entspricht. Das Stimmungsbild liefert
aber ein Indiz für das künftige Konsumverhalten der Verbraucher und
ist somit durchaus ein Konjunkturbarometer. Insbesondere der
deutliche Stimmungsumschwung bei den Selbstständigen kann sich
unmittelbar im Arbeitsmarkt niederschlagen. Schließlich sind sie die
größten Arbeitgeber in Deutschland.

Der Text enthält rd. 4.400 Zeichen und steht mit zahlreichen
Grafiken zum Download bereit unter
http://www.arag.de/de/presse/unternehmensmeldungen/05158/ .

ARAG Deutschland Trend

Im Rahmen ihrer allgemeinen Markt- und Gesellschafts-forschung
führt die ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG seit
vergangenem Jahr in Zusammenarbeit mit TNS Emnid Befragungen zur
Einschätzung der bürgerlichen Mitte in Deutschland durch. Der
politische Wunsch nach Eigenverantwortung an das bürgerliche Lager
löst eine umfassende Neuorientierung jedes Einzelnen aus. Das führt
auch zu einem wachsenden Bedarf an rechtlicher Orientierung und
Beratung. Die ARAG, als eines der führenden
Rechtschutz-versicherungs-Unternehmen, bietet mit ihren Produkten
wichtige Unterstützung zur individuellen Absicherung und
Risikominimierung. Die Umfrage "ARAG Deutschland Trend" findet
jeweils im Frühjahr und im Herbst statt. Dabei werden mehr als 1.000
Menschen befragt.

Der ARAG Konzern ist der international anerkannte unabhängige
Partner für Recht und Schutz. Die ARAG ist das größte
Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz. Mit mehr als 3.400
Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und
Beitragsvolumen von knapp 1,4 Milliarden EUR. Außerhalb Deutschlands
ist die ARAG in weiteren 12 europäischen Ländern und den USA für ihre
Kunden aktiv. Auf dem US-amerikanischen Rechtsschutzmarkt nimmt die
ARAG heute eine Spitzenposition ein. Darüber hinaus ist der Konzern
in Spanien und Italien mit seinen Rechtsschutzprodukten Marktführer.

Originaltext: ARAG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/29811
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_29811.rss2

Pressekontakt:
ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherung-AG
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
Klaus Heiermann
Leiter Hauptabteilung
Konzernkommunikation
Telefon: +49(0)211 963-2219
Fax: +49(0)211 963-2220
klaus.heiermann@ARAG.de
www.ARAG.de


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