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Neues Deutschland: zur Welt-Aids-Konferenz

Geschrieben am 04-08-2008

Berlin (ots) - Als die Immunschwächekrankheit Aids erstmals
auftauchte, sah so mancher darin die gerechte Strafe für die sexuelle
Freizügigkeit der modernen Gesellschaft. Und auch nach drei
Jahrzehnten werden die Kranken vielerorts stigmatisiert und
Sexualität tabuisiert. Das zeigt sich auch bei der gestern eröffneten
Aids-Konferenz in Mexiko. Denn nicht wenige der anwesenden
HIV-positiven Aktivisten riskieren in ihrer Heimat Ausgrenzung, wenn
ihre Teilnahme bekannt wird.
Angesichts der nach wie vor sehr begrenzten
Behandlungsmöglichkeiten, die überdies in vielen armen Ländern
unbezahlbar sind, ist diese Mischung aus Ignoranz und vermeintlicher
moralischer Überlegenheit mindestens so gefährlich wie das nach wie
vor mäßige finanzielle Engagement der reichen Staaten für die
Zurückdrängung der Seuche. Dabei muss man bei der Suche nach
Schuldigen keineswegs bis nach Afrika gehen, wo Armut, Bürgerkriege
und korrupte Politiker die Lage verschlimmern. Denn alle Versuche,
die Ausbreitung von Aids zu verhindern, hängen bisher an der
Sexualaufklärung und dem Gebrauch von Kondomen beim Sex. Beides wird
seit Jahren vor allem von der katholischen Kirche, aber auch von
fundamentalistischen christlichen Kirchen in den USA bekämpft. Der
Vatikan etwa hat seine Position, seit Papst Paul VI. vor 40 Jahren
den Gläubigen jede »künstliche« Empfängnisverhütung verbot, nicht
geändert. Das ist gerade in Lateinamerika ein Problem.

Originaltext: Neues Deutschland
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Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21


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