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Westfalenpost: Unverfroren

Geschrieben am 29-07-2008

Hagen (ots) - SPD-Senator Sarrazin und die Heizkosten
Von Jörg Bartmann
Der Mann ist für markige Sprüche bekannt. Das ist eine wohlwollende
Aussage. Der Berliner SPD-Finanzsenator ist eher ein bissiger
Spötter, der Wertgefühle anderer missachtet. Nach dem
Hartz-IV-Speiseplan, der darin gipfelte, dass man sich täglich für
vier Euro ausreichend und gesund ernähren kann, folgte Thilo
Sarrazins Heizkosten-Aussetzer. 15 Grad Zimmertemperatur seien genug,
wenn man dicke Pullover trage, ist zynisch nicht mehr zu übertreffen.
Das ist nicht nur dumm, sondern in höchstem Maße unverfroren.
Ernsthaft betrachtet, liegen die vorgegebenen Sarrazin-Temperaturen
an der Grenze zur Gesundheitsgefährdung.
Für den Speiseplan hat sich Sarrazin bequemt zu entschuldigen, für
die Pullover-Attacke noch nicht. Es wird Zeit, dass ihm die
Sozialdemokraten dabei ein wenig auf die Sprünge helfen. Gerade ein
Senator sollte dazu in der Lage sein, erst zu überlegen, um dann zu
sprechen. Es wird ihm die Zeit fehlen - bei 46 Nebentätigkeiten.

Originaltext: Westfalenpost
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