(Registrieren)

Familiennachzug geht weiter zurück

Geschrieben am 20-02-2020

Düsseldorf (ots) - Der Familiennachzug zu Flüchtlingen ohne dauerhaftes
Bleiberecht geht immer weiter zurück. Nach einem Bericht der Düsseldorfer
"Rheinischen Post" (Donnerstag) unter Berufung auf Zahlen des Auswärtigen Amtes
sind im vergangenen Jahr nur 83 Prozent der vom Auswärtigen Amt getroffenen
Auswahlentscheidungen auch tatsächlich realisiert worden. Im Januar diesen
Jahres sank diese Quote sogar auf unter 60 Prozent. Union und SPD hatten sich in
den Koalitionsverhandlungen nach zähem Ringen darauf verständigt, dass monatlich
bis zu 1000 Familienangehörigen zu subsidiär Schutzbedürftigen nach Deutschland
nachziehen dürfen. Das wären bis zu 12.000 Personen im vergangenen Jahr gewesen.
Tatsächlich bewertete das Auswärtige Amt 13.416 Anträge positiv und übersandte
sie an die Ausländerbehörden. Nach Überprüfung traf das Bundesverwaltungsamt
eine Auswahl. Am Ende stellten die Auslandsvertretungen 11.133 Visa aus. Der
jüngste Trend zeigt weiter nach unten, wie die Zahlen für den Januar belegen.
Die Auslandsvertretungen prüften 1099 Anträge positiv; die Ausländerbehörden
votierten für 792 Anträge, das Bundesverwaltungsamt wählte 785 aus, die
Auslandsvertretungen erteilten schließlich 659 Visa. "Das Verfahren ist viel zu
bürokratisch durch die Beteiligung von drei verschiedenen Behörden, es ist
behäbig und intransparent", kritisierte Grünen-Migrationsexpertin Luise
Amtsberg. Wenn das Kontingent seit Mitte letzten Jahres nicht mehr ausgeschöpft
werde, müsse es in die Folgemonate übertragen werden. "Wir Grüne fordern, den
Familiennachzug für subsidiär Schutzbedürftige wieder vollumfänglich zu
ermöglichen", erklärte sie. Das sei auch integrationspolitisch klug.

www.rp-online.de

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/30621/4525053
OTS: Rheinische Post

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

722035

weitere Artikel:
  • Seehofer: Neues Waffenrecht klare Botschaft an Extremisten Düsseldorf (ots) - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat das an diesem Donnerstag in Kraft tretende neue Waffenrecht als "klare Botschaft" bezeichnet. "Waffen gehören nicht in die Hände von Extremisten", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag). Die neuen gesetzlichen Vorgaben sehen unter anderem Regelanfragen beim Verfassungsschutz vor, um zu verhindern, dass sich Extremisten unbemerkt bewaffnen können. Die Magazingrößen werden begrenzt und die Möglichkeiten der Länder ausgeweitet, Waffenverbotszonen in den mehr...

  • Röttgen legt bei Machtanspruch nach: "Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur gehören zusammen" Düsseldorf (ots) - Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen will im Fall einer Wahl zum Vorsitzenden auch Kanzlerkandidat der CDU werden. "Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur gehören zusammen", sagte Röttgen der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger" (Donnerstag). "Es kann den Vorsitz nicht ohne den Anspruch auf die Kanzlerkandidatur geben", betonte der 54-Jährige. Röttgen drang erneut auf eine schnelle Lösung der Machtfrage in der CDU. "Es sollte einen Sonderparteitag deutlich vor der Sommerpause geben, spätestens mehr...

  • CDU-Rechtspolitiker fordern höhere Strafen für betrunkene Gewalttäter Düsseldorf (ots) - Die Rechtspolitiker der Union wollen schärfere Regeln und Gerichtsurteile für Täter schwerer Straftaten durchsetzen, die unter Alkoholeinfluss standen. "Mitunter bekommen stark alkoholisierte Täter auch bei Straftaten mit schwersten Folgen niedrige Strafen", sagte der Chef des Bundesarbeitskreises der CDU-Juristen, Günter Krings, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Natürlich muss jede Strafe an die persönliche Schuld des Täters anknüpfen, aber es muss zugleich auch die Schwere der Tat angemessen berücksichtigt mehr...

  • Evangelisch-reformierte Kirche will mit Unterstützung für Flüchtlingsschiff politisches Zeichen setzen Osnabrück (ots) - Präsident Heimbucher: Initiative nicht ohne Risiko - Intern auch Kritik, aber "Zustimmung ist viel größer" Osnabrück. Die Evangelisch-reformierte Kirche sieht in der Unterstützung für das Flüchtlingsschiff der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) auch ein politisches Signal. Mit Blick auf die Taufe des Schiffes an diesem Donnerstag sagte Kirchenpräsident Martin Heimbucher im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ): "Diese Initiative ist nicht ohne Risiko. Sie ist auch ein Symbol, aber ein wichtiges mehr...

  • Zum heutigen Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Deutsches Kinderhilfswerk fordert Umdenken in der Familienförderung und mehr Anstrengungen bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland Berlin (ots) - Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert zum heutigen Welttag der sozialen Gerechtigkeit ein Umdenken in der Familienförderung und mehr Anstrengungen bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Dabei sollten vor allem armutsfeste Hartz-IV-Regelsätze für Kinder und Jugendliche sowie perspektivisch die Reform des Familienlastenausgleichs aus Kindergeld und Kinderfreibeträgen ganz nach oben auf die Prioritätenliste. Nach Berechnungen des Deutschen Kinderhilfswerkes ist der Kinderfreibetrag, von dem nur Gutverdienende mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht