(Registrieren)

Telekommunikationsbranche sucht Anschluss an digitale Kunden (FOTO)

Geschrieben am 26-02-2018

Düsseldorf (ots) -

A.T. Kearney-Studie prognostiziert entscheidende
Marktveränderungen in den kommenden fünf Jahren

"Zwischen den ambitionierten Strategien der
Telekommunikationsanbieter bei digitalen Services und
Kundeninteraktionen und der Realität klafft eine große Lücke", meint
Dr. Florian Dickgreber, Partner der Unternehmensberatung A.T.
Kearney. Er beruft sich dabei auf die Ergebnisse der A.T. Kearney
Studie "Next Gen: Succeeding with the Digital Consumer", die
anlässlich des Mobile World Congress 2018 vorgestellt wird. Sie hat
mehr als 60 Vorstände von Telekommunikationsunternehmen aus Europa,
dem Mittleren Osten und Russland befragt und dabei auch die
unternehmerischen Voraussetzungen beleuchtet.

"So wollen 55 Prozent der Befragten ihre Geschäftsmodelle hin zur
Rolle des digitalen Navigators entwickeln, der neben einem
Premiumnetz auch Höchstqualität für digitale Services und Inhalte
anbietet", fasst Dickgreber die Ergebnisse der Untersuchung zusammen:
"Doch in der Umsetzung kämpfen sie mit Silostrukturen und Ineffizienz
bei der Nutzung von Echtzeitdaten. Auffallend ist, dass ihr
Produktmanagement und ihre Kundeninteraktionen noch nicht auf die
neue Strategie ausgerichtet sind."

Der "digitale Navigator" steht für ein Premiumnetz und exzellente
Qualität bei digitalen Services und Inhalten, die über Dritte
bereitgestellt werden. Weitere 32 Prozent zielen auf die Position des
"Premium Players" für Kunden, die bereit sind, einen hohen Preis für
nahtlose und integrierte Netzanbindung zu bezahlen. Neun Prozent
verstehen sich als "Datenanbieter", was für qualitätsvolle
Netzverbindungen zu sehr niedrigen Preisen steht. Nur vier Prozent
der Befragten sehen ihr Unternehmen als reine Netzanbieter.

Die nächsten fünf Jahre werden nach Ansicht der befragten
Vorstände entscheidende Marktveränderungen mit sich bringen.
Umsatzquellen wie digitale Services, TV- und Finanzdienstleistungen
sind in ihren Augen die Umsatzquellen der Zukunft, Netzverbindungen
und Hardware werden dagegen einen Rückgang erleben.

Im Schnitt gehen sie davon aus, dass reine Netzverbindungen, die
heute 71 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen, auf einen Umsatzanteil
von 59 Prozent sinken werden. Der Umsatzbeitrag mit digitalen
Services werde dagegen von heute lediglich sieben Prozent
Umsatzanteil auf 14 Prozent steigen, TV von neun auf 13 Prozent. Für
den Umsatz mit Hardware wird zugleich ein Rückgang vorhergesagt (von
elf auf neun Prozent Anteil am Gesamtumsatz). Dennoch sei ein
weiteres Angebot an Hardware und Netzverbindungen unerlässlich, um
die Positionierung der Telekommunikationsunternehmen den Märkten von
Smart Home, Unterhaltung und Sicherheit zu festigen.

Die befragten Telekommunikationsunternehmen sehen es zur
Erreichung ihrer strategischen Ziele als notwendig, an, ihre
Geschäftsmodelle umzubauen. Beim Produktmanagement sei ihre
Top-Priorität, die Kundendaten besser zu nutzen. Obwohl sie eine
umfassende Datenlage über ihre Kunden haben, scheitern die meisten
doch daran, sie effektiv zu nutzen. Die befragten CMOs und COOs sehen
darüber hinaus auch die Notwendigkeit, ihre Tarifstrukturen zu
vereinfachen, Handset- und Service-Verträge zu entflechten und sie
für Kunden flexibler zu machen. Konsens herrscht auch bei mobilen
Apps, die zum wichtigsten Kundenservice-Kanal geworden sind, doch
sukzessive durch Sprachdialogsysteme mit künstlicher Intelligenz
ersetzt werden.

Doch die Ressourcen-Priorisierung der
Telekommunikationsunternehmen, so kommentiert Dickgreber weitere
Ergebnisse der Studie, entsprechen nicht eindeutig ihren Zielen, mehr
digitale Services zu verkaufen und die Kundeninteraktionen zu
digitalisieren: So sei das Produktmanagement in erster Linie mit der
Reduktion von Produktkomplexität beschäftigt als mit der Entwicklung
neuer Produkte oder der Vermarktung von TV-Inhalten. Und der Einsatz
neuer Chatbot-Technologien und die Verknüpfung des Online Shops mit
dem physischen Point of Sales stünden in der internen Priorisierung
in der Regel hinter dem Management der altgedienten Kanäle zurück.
Die Studie von A.T. Kearney zeigt darüber hinaus, dass die
Telekommunikationsunternehmen, die digitale Navigatoren werden
wollen, ihre Strategie zu langsam umsetzen und noch stärker an einer
adäquaten Unternehmenskultur arbeiten müssen. Die Interviewten
sprechen von einem Mangel an Kompetenzen und Fähigkeiten in ihrem
Haus als wesentliche Herausforderung bei der Umsetzung.

"Angesichts der drohenden stärkeren Konkurrenz durch
internetbasierte Service-Provider müssen die
Telekommunikationsunternehmen sich im hart umkämpften Markt klar
positionieren. Es kommt jetzt darauf an, dass sie zügig effektive
Prozesse für die Verwendung von Echtzeit-Kundendaten aufbauen und
ihre Silostrukturen durch funktionsübergreifende Teams ersetzen",
kommentiert Dickgreber: "Die Branche steht vor einem
Paradigmenwechsel und sie muss sich jetzt entscheiden, wie sie ihre
Kunden auch in Zukunft mit attraktiven Angeboten binden will."

A.T. Kearney ist eine der weltweit führenden
Unternehmensberatungen für das Top-Management und berät global tätige
Konzerne als auch führende mittelständische Unternehmen und
öffentliche Institutionen. Mit strategischer Weitsicht und operativer
Umsetzungsstärke unterstützt das Beratungsunternehmen seine Klienten
bei der Transformation ihres Geschäftes und ihrer Organisation, um
langfristig Vorteile zu erzielen. Im Mittelpunkt stehen dabei die
Themen Wachstum und Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit
sowie die Optimierung von komplexen Produktions- und Lieferketten.
A.T. Kearney wurde 1926 in Chicago gegründet. 1964 eröffnete in
Düsseldorf das erste Büro außerhalb der USA. Heute beschäftigt A.T.
Kearney mehr als 3.600 Mitarbeiter in über 40 Ländern der Welt. Seit
2010 berät das Unternehmen Klienten klimaneutral.

Weitere Informationen finden Sie unter

www.atkearney.de
www.facebook.com/ATKearney.Karriere
www.twitter.com/ATKearneyDACH



Pressekontakt:

Michael Scharfschwerdt
Director Marketing & Communications
A.T. Kearney GmbH
Charlottenstraße 57
10117 Berlin
Telefon: + 49 30 2066 3363
E-Mail: michael.scharfschwerdt@atkearney.com

Original-Content von: A.T. Kearney, übermittelt durch news aktuell


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

627413

weitere Artikel:
  • Infortrend reißt Leistungsgrenzen für Medien- und Unterhaltungsanwendungen ein Neu-Taipeh, Taiwan (ots/PRNewswire) - Infortrend® Technology, Inc. (TWSE: 2495) hat ein neues Firmware-Update für den EonStor DS 4000 Gen2 SAN-Speicher herausgegeben, um den Datendurchsatz für Medien- und Unterhaltungslösungen insgesamt zu verbessern. DS 4000 verfügt über AV-(Audio/Video-)Optimierungen und verbessert die Leistung bei hochauflösenden Medien- und Multi-Streaming-Anwendungen. Es liefert die notwendige Leistung und Zuverlässigkeit für z.B. Medienproduktionen von HD bis 4K und darüber hinaus. Je nach Anforderungen mehr...

  • eyeSight Technologies und SEAT kooperieren für mehr Sicherheit beim Autofahren / Fahrererkennungslösung von eyeSight im SEAT Leon Cristobal integriert Barcelona, Spanien (ots) - eyeSight Technologies, ein führender Anbieter in den Bereichen Human Machine Interface (HMI) und computergestützte Aufmerksamkeitserkennung, gibt heute seine Zusammenarbeit mit SEAT bekannt - einem führenden Automobilhersteller aus Spanien, der auf Design, Innovation, Engineering und Performance spezialisiert ist. Die beiden Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um eine fortschrittliche Cockpit-Sensortechnologie bereitzustellen, die Anzeichen von Ablenkung und Müdigkeit beim Fahrer erkennt und Maßnahmen mehr...

  • Guiyang findet konstruktive Wege zur Transformation alter Gemeinschaften Guiyang, China (ots/PRNewswire) - Bai Changyun, ein Einwohner der Gemeinde Xibei im Huaxi District der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Guizhou, erhielt vor dem chinesischen Neujahr einen großen "roten Umschlag" mit 16.500 Yuan. Dies war die Dividende für seinen Anteil an der Gemeinde. "Ich bin seit zehn Jahren Aktionär und die Dividende stieg von 500 auf 3.300 Yuan pro Anteil. Was für eine Investition!", sagte Bai. Das Land des Dorfes von Bai wurde vor zehn Jahren von der Regierung übernommen, um Raum für Projekte mehr...

  • Sky Sport bleibt auf Rekordniveau - Spitzenwert für Sky Bundesligakonferenz Unterföhring (ots) - - 1,74 Millionen Zuschauer (Z3+) sahen Bundesliga-Konferenz und Einzelspiele am Samstagnachmittag, Marktanteil 10,2 Prozent - Kumulierte Sehbeteiligung von 4,62 Millionen Zuschauern (Z3+) sahen Samstags- und Sonntagsspiele linear am 24. Spieltag auf Sky Bundesliga - Topspiel der Woche Werder Bremen gegen Hamburger SV sahen 1,19 Millionen Zuschauer (Z3+), Marktanteil 4,4 Prozent Unterföhring, 26. Februar 2018 - Die Bundesliga auf Sky eilt in der laufenden Saison von Rekord zu mehr...

  • Industrie-4.0-Demo auf Mobile World Congress / 5G-Kernnetz macht Roboter zur smarten Sortiermaschine (FOTO) Barcelona/Düsseldorf (ots) - > Ericsson, Wandelbots und TU Dresden demonstrieren, wie durch eine virtuelle Funktionserweiterung von Kameras, die sich an einem Roboter befinden, aus einer unintelligenten Anlage eine smarte Sortiermaschine wird > Auf Basis eines 5G-Kernetzes werden die handelsüblichen Kameras durch eine Cloud-basierte virtuelle Funktion erweitert, die den Roboter das zu sortierende Material erkennen lässt > Durch eine kurze Ende-zu-Ende-Reaktionszeit (Latenz) von 20 Millisekunden wird das schnell in mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

DBV löst Berechtigungsscheine von knapp 344 Mio. EUR ein

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht