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Rheinische Post: SPD-Familienpolitikerin Griese: Mehr Computerspiele sollen auf den Index

Geschrieben am 29.12.2006 - [Nächster Artikel]

Düsseldorf (ots) - Der Jugendschutz bei Computerspielen soll nach
Forderung der Familienausschuss-Vorsitzenden Kerstin Griese (SPD)
verbessert werden. "Die Umsetzung der gesetzlichen Regelung ist
mangelhaft", sagte Griese der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe).
Die Händler würden häufig Spiele, die mit einer Altersangabe belegt
sind, auch an Jüngere verkaufen. "Eventuell müssen da die Strafen
erhöht werden." Sie forderte auch, den Verkauf stärker zu
kontrollieren. Nach den Amokläufen von Erfurt und Emsdetten waren vor
allem Forderungen aus der Union laut geworden, gewaltverherrlichende
Computerspiele, die so genannten Killerspiele, zu verbieten. Die
SPD-Politikerin schlägt nun vor, dem Staat mehr Einfluss zu geben,
jugendgefährdende Spiele auf den Index zu setzen. Eine Indizierung
bedeutet, dass die Spiele nicht an Jugendliche unter 18 Jahren
abgegeben werden dürfen. Dies entspricht zwar nicht einem
Totalverbot, sorgt aber dafür, dass die Spiele nicht mehr beworben
werden dürfen und unter der Ladentheke verkauft werden müssen.
Zurzeit kann die freiwillige Selbstkontrolle USK die Altersfreigabe
steuern: "Wenn diese einem Spiel eine Altersklassifizierung erteilt
hat, dann darf die Bundesprüfstelle nicht mehr tätig werden",
kritisierte Griese. "Dabei wäre es viel effektiver, wenn die
Bundesprüfstelle ein Spiel auf den Index setzen könnte."

Originaltext: Rheinische Post
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=30621
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_30621.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
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Telefon: (0211) 505-2303
 
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