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Zwangskollektivierung im Gesundheitswesen

Geschrieben am 21-09-2006

Berlin (ots) - "Jetzt gibt es keinen Zweifel mehr an den Plänen
zur Zerschlagung der privaten Krankenversicherung. Mit der
Zwangskollektivierung der Krankenversicherungen und der Entmündigung
von Ärzten und Patienten soll definitiv der Weg in die Staatsmedizin
beschritten werden", kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Prof.
Dr. Jörg-Dietrich Hoppe den jetzt bekannt gewordenen "Rohentwurf",
der - wie auf jeder Seite vermerkt - "nicht von der Leitung
gebilligt" ist. "Für das Gesundheitswesen wäre es besser, wenn das
auch so bliebe."

"Kein Problem im Gesundheitswesen wäre gelöst, wenn die einzig
funktionierende Krankenversicherung zerstört würde. Diese
Gesundheitsreform löst keine Probleme - diese Gesundheitsreform ist
das Problem", sagte Hoppe. Das Nebeneinander der privaten und
gesetzlichen Krankenversicherung fördere die Weiterentwicklung der
medizinischen Versorgung. "Während die gesetzliche
Krankenversicherung per Gesetz engen wirtschaftlichen Grenzen
unterworfen ist, können gerade private Krankenversicherungen durch
Innovationen den medizinischen Fortschritt schneller vorantreiben",
so Hoppe. Führe die Innovation durch häufigen Einsatz zu einer
kostengünstigen Behandlung der Patienten, könne diese auch leichter
in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung
übernommen werden. Hiervon profitierten letztlich alle Patienten.

"Jetzt aber wird das Zukunftsmodell einer auf Kapitaldeckung
basierenden Krankenversicherung demontiert, um den Weg frei zu machen
für eine staatlich kontrollierte Einheitszwangsversicherung mit
Zuteilungsmedizin und Abschaffung der Therapiefreiheit für Patienten
und Ärzte", kritisierte Hoppe die Regierungspläne.

"Statt die Idee eines bürgernahen Gesundheitswesens
weiterzuentwickeln und Therapiefreiheit und Freiberuflichkeit
dauerhaft zu gewährleisten, sollen wir in die Auftragsverwaltung für
Rationierung geführt werden. Doch dagegen werden sich die Ärzte und
mehr und mehr auch die Patienten zur Wehr setzen. Die Regierung muss
grundlegend umsteuern: Wir müssen die Reform für die Menschen machen
und nicht die Menschen der Reform anpassen", appellierte Hoppe an die
Bundesregierung.

Originaltext: Bundesärztekammer
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=9062
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_9062.rss2

Pressestelle der deutschen Ärzteschaft
Tel: 030/40 04 56-700


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