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Lausitzer Rundschau: Arbeitsverbot für ausländische Journalisten im Iran / Mehr Druck nötig

Geschrieben am 06-12-2009

Cottbus (ots) - Es ist ein massiver Verstoß gegen die
Pressefreiheit: DreiTage lang dürfen internationale
Journalisten nicht aus Teheran berichten, weil der iranische
Präsident Mahmud Ahmadinedschad neue Studentenproteste fürchtet. Doch
der internationale Aufschrei darüber ist bislang ausgeblieben.
Natürlich, wer gegen jede Menschenrechtsverletzung von Ahmadinedschad
und seinen Schergen protestieren wollte, käme aus dem Protestieren
gar nicht mehr heraus.
Menschen werden hingerichtet, weil sie vom Islam zum Christentum
konvertieren. Kritische Blogger landen im Gefängnis. Angehörige
nationaler Minderheiten werden erbarmungslos verfolgt, Frauen und
Mädchen unterdrückt. Doch manchmal scheint es, als hätte sich die
weltweite Staatengemeinschaft mit dieser Politik klammheimlich
abgefunden. Für Empörung sorgt einzig noch Irans Atomprogramm.
Andererseits ist die Bundesrepublik noch immer der wichtigste
europäische Handelspartner des Teheraner Regimes. Trotz aller
Sanktionen hatte das bilaterale Handelsvolumen beider Länder im
ersten Halbjahr 2009 dem Auswärtigen Amt zufolge noch einen Umfang
von 1,78Milliarden Euro. Riskieren will diesen Umsatz in
Zeiten der Wirtschaftskrise natürlich niemand. Doch zumindest
theoretisch hätte auch die Bundesregierung einige Druckmittel in der
Hand, um dem Regime in Teheran das eigene Mißfallen auszusprechen -
zumal die Handelsbilanz mit dem Iran wohl kaum etwas sein dürfte, auf
das die deutsche Wirtschaft stolz sein kann.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de


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