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Saarbrücker Zeitung: Autoindustrie verärgert: Die Diskussion um eine Pkw-Maut sollte so schnell wie möglich wieder im Sommerloch verschwinden

Geschrieben am 01-08-2006

Berlin (ots) - Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie,
Bernd Gottschalk, hat nachdrücklich davor gewarnt, die Autofahrer mit
immer neuen Maut-Forderungen ,,zu verwirren und zu belasten".
Gottschalk sagte der ,,Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe): ,,Die
Politik muss aufpassen, dass sie ihre Glaubwürdigkeit nicht weiter
aufs Spiel setzt." Als die Lkw-Maut eingeführt worden sei, habe es
geheißen, die Gelder würden für eine Verbesserung der Infrastruktur
der Straßen verwendet. In Wahrheit jedoch seien die entsprechenden
Investitionsmittel im Verkehrshaushalt weiter gekürzt worden, die
Maut-Einnahmen dienten ,,zur Quersubventionierung anderer
Haushaltsbereiche". Die von etlichen Politikern geforderte Pkw-Maut
sollte deshalb ,,so schnell wie möglich wieder im Sommerloch
verschwinden".

Der VDA-Präsident kritisierte, dass neben den gestiegenen
Spritpreisen auch durch viele Beschlüsse der großen Koalition die
Mobilität in Deutschland deutlich verteuert worden sei. Mit dem
Ergebnis, das weniger Neuwagen gekauft würden. ,,Vor einem solchen
Hintergrund darf man sich nicht wundern, wenn das Durchschnittsalter
der zugelassenen Autos in Deutschland mittlerweile bei 97 Monaten
liegt. Acht Jahre, das ist ein historischer Höhepunkt." Dieser Trend
sei ein klares Signal für die Verunsicherung der Autofahrer.

Nachdrücklich forderte Gottschalk die Ministerpräsidenten der
Länder auf, endlich ihre Blockadepolitik zur
Partikel-Filter-Nachrüstung aufzugeben. Die Entwicklung habe der
Autoindustrie sehr viel Geld gekostet. Jetzt verweigere sich die
Politik, mit der Folge, dass die Kunden total verunsichert seien und
,,bei der Filternachrüstung erst mal abwarten". Es müsse dringend ein
vernünftiges steuerliches Förderkonzept her. ,,Die Politik darf uns
nicht länger im Regen stehen lassen."

Originaltext: Saarbrücker Zeitung
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=57706
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_57706.rss2

Rückfragen bitte an:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230


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