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Europe's 500 fordert eine stärkere Einbindung der EU für einen rascheren Aufschwung

Geschrieben am 11-11-2009

München (ots) - Top Unternehmer, Professoren und Vertreter der
Europäischen Kommission und des Weltgewerkschaftsbundes, der ITUC,
trafen sich auf dem Europe's 500 Roundtable an der IESE Business
School in Barcelona, um zum Thema "Re-Thinking Growth - Not macht
erfinderisch" Maßnahmen aus der Wirtschaftskrise zu diskutieren.

Folgende Empfehlungen wurden von Europe's 500, der europäischen
Vereinigung der Wachstumsunternehmer, präsentiert:

1. Die EU sollte Teilzeitarbeit fördern (best practice Modelle)
Teilzeitarbeit und ein rotierendes Arbeitszeitmodell unter
Mitarbeitern sowie Life-long-learning könnten eine Arbeitslosenwelle
verhindern.

2. Die EU sollte die Bankaufsicht in der EZB ansiedeln, um die
Koordination zu verbessern

1) um öffentlich nachrangig gestellte Darlehen (die als
Eigenkapital bewertet werden) den systemrelevanten Banken zur
Verfügung zu stellen, die sonst weiteres Geld der
Realwirtschaft entziehen würden. Europe's 500 unterstützt das
von Kommissar Joaquin Almunia kürzlich gemachte Statement, dass
"das Bankensystem noch fertig repariert werden muss, um eine
nachhaltige Erholung sicherzustellen. "

2) um zwischenzeitlich Kapital zu geben anstatt bad assets zu
kaufen, sodass die Staatshaushalte vom Leverage der Banken
(1:10, equity:total assets) profitieren können.

3) um regionalen Widerstand und Kritik an öffentlich finanzierter
Bankenunterstützung zu reduzieren, denn wenn die
Bankenunterstützung vom Europäischen Level aus koordiniert
würde, würden die Banken die Unterstützung eher annehmen und
hätten weniger Sorge vor nationaler Kritik.

4) Es wäre besser die "Bad Banks" "long term asset funds" zu
nennen, und damit das Problem in eine Chance zu verwandeln,
weil geduldiges Kapital von der Wirtschaft geschätzt wird.

5) Die Unternehmer begrüßen den Vorschlag von Herrn King,
Präsident der Britischen Zentralbank, die Geschäftsbank von der
Investmentbank zu trennen. Investmentbanken konzentrieren sich
auf (spekulative) Produkte und Dienstleistung und zeigen wenig
Interesse am Kreditgeschäft. Die Geschäftsbanken wären somit
wieder der Partner des Mittelstandes.

3. Europäische Patentanmeldungen erleichtern, um Innovation zu
fördern Eine nationale und eine europäische Patentanmeldung sollten
ganz Europa abdecken

"Die Teilnehmer des Roundtable waren sehr besorgt, wie langsam die
Europäische Kommission und insbesondere der European Council dieses
Thema vorantreiben, wo es doch entscheidend wichtig für Wettbewerb
und Innovation ist", sagt Martin Schoeller, Präsident von Europe's
500.

4. Kooperation der Gewerkschaften in der WTO, um soziale Standards
und Lohnniveaus in den Entwicklungsländern zu fördern

Durch Lohnerhöhungen könnte die Innenmarktnachfrage in den
BRIC-Ländern, insbesondere China, erhöht werden und könnte so auch
den Absturz der Exporte nach Europa und USA kompensieren.

"Europe's 500, Entrepreneurs for Growth, würde es sehr begrüßen,
wenn nicht nur die ILO sondern und auch die ITUC befragt und in die
WTO Diskussionen einbezogen würde", sagt Martin Schoeller.

5. Mehr Unterstützung für grüne Technologien, v.a. erneuerbare
Energien durch eine Beschleunigung der Nutzung erneuerbarer Energie
mittels eines sicheren Einspeisetarifs in allen europäischen Ländern.
Hier ist der Konsument bereit, etwas mehr für grüne Energie zu
zahlen, sodass bereits die nächste Generation die Früchte von
amortisierten Anlagen ernten kann.

Man erwartet sich konkrete Ergebnisse von der Klimakonferenz in
Kopenhagen. Da Solarenergie im Überfluss vorhanden ist, sollte sich
die Diskussion mehr auf die nachhaltige Entkarbonisierung verlagern.

Weitere Erkenntnisse des Roundtables:

Carlos Fernández, stellvertretender Geschäftsführer Informa D&B
S.A. präsentierte anhand weltweiter Daten von D&B das finanzielle
Abschneiden von 2.6 Millionen Europäischen Unternehmern seit 2005,
das einen Rückgang des Handels seit der Finanzkrise aufzeigt. Die D&B
Daten geben auch Aufschluss über das Zahlungsverhalten der
europäischen Unternehmen, was ein klarer Indikator für die
Verschärfung der Kreditklemme ist.

Andrew Wates, Vorsitzender der Wates Gruppe UK und
Vorstandsmitglied des Family Business Network FBN betont, "dass in
Zeiten des wirtschaftlichen Stresses langfristig geduldiges Kapital
in vielen Familienunternehmen vorzufinden ist, das einen
stabilisierenden Effekt auf die nationale Wirtschaft haben kann."

Robin Menzel, Partner von Augusta & Co erwähnte, dass Private
Equity sich auf nachhaltige/langfristige Wertegenerierungsstrategien
konzentrieren sollte.

Thierry Dedieu, Generalsekretär der CFDT und Vertreter der ITUC
stimmte zu, dass während einer Wirtschaftskrise alles getan werden
muss um, z.B. durch Teilzeit-Modelle und Life-long-learning,
Arbeitnehmer langfristig zu beschäftigen und mehr Arbeitslosigkeit
wegen Produktionsrückgang zu verhindern.

Manfred Bergmann von der Europäischen Kommission unterstützt die
Idee, dass um Beschäftigung auch in niedrigen Wirtschaftszyklen
aufrecht zu halten, vorübergehend Teilzeitarbeit gefördert werden
soll. Das deutsche Modell der "Kurzarbeit" sollte in ganz Europa
angewandt werden. Herr Bergmann betonte außerdem, dass es die Aufgabe
der Unternehmer sei, neue Wachstumsquellen zu finden, die Politik
könnte die Anreize schaffen, um sozial und umweltverträgliche
Produkte stärker am Markt zu penetrieren, so wie karbonfreie
erneuerbare Energien.

Dieses zukünftige Hauptwachstumsgebiet wurde von allen
Teilnehmern, den Unternehmern,Gewerkschaften und Vertretern der
Kommission als besonders wichtig für Europa's Führung in "greening
the economy" angesehen.

Antonella Mei-Pochtler, Senior Partnerin von The Boston Consulting
Group, verwies auf die wachsende Wirtschaftskraft der Frauen, die
heute schon 65 % der Konsumausgaben verantworten. Dies werde von
vielen Unternehmen nur ungenügend berücksichtigt. Nach dem Motto
"Women want more", dem neu erschienenen Buch von BCG, sieht sie vor
allem neue Wachstumschancen bei Finanzdienstleistungen, in der
Automobilindustrie, im Gesundheitswesen und bei langlebigen
Konsumgütern Bereiche, wo sich Frauen derzeit nicht gut betreut
fühlen.

Über Europe's 500:

Europe's 500 ist die Vereinigung der wachstumsstärksten
unternehmergeführten Firmen in Europa. Die 1996 gegründete
Organisation verbindet mehr als 2.300 Wachstumsunternehmer aus ganz
Europa mit dem Ziel, einen Beitrag für Wachstum und mehr
Arbeitsplätze in Europa zu leisten und Unternehmertum zu fördern.
Europe's 500 versteht sich dabei nicht als Interessenvertretung im
klassischen Sinne, sondern vielmehr als eine NGO, welche ihr Know-How
und Erkenntnisse der EU zum Wohle der Allgemeinheit anbietet. Mit dem
'European Growth Summit' bietet Europe's 500 eine etablierte
Plattform für den Dialog mit den EU-Institutionen und den
Erfahrungsaustausch unter den Unternehmern. Europe's 500 steht
interessierten wachstumsstarken Unternehmen aus Europa offen.
Europe's 500 wird unterstützt von The Boston Consulting Group, Morgan
Stanley, White & Case und D & B.

Originaltext: Europe's 500
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/53913
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_53913.rss2

Pressekontakt:

Eva Schoeller-Prinzhorn
Europe's 500 Entrepreneurs for Growth
Zugspitzstr. 15
D-82049 Pullach
Tel.: +498955277115
Fax: +498955277299
Email: eva.schoeller@europes500.com



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