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Neues Deutschland: Mehdorns Schatten

Geschrieben am 11-09-2009

Berlin (ots) - Was seit Monaten die Spatzen von den Dächern
pfeifen, ist nun offenbar auch an der Spitze des Bahnkonzerns
angekommen: Bei der Wartung und Instandhaltung ihrer Berliner
S-Bahn-Tochter wurden Sicherheitsstandards massiv verletzt. Im
Klartext: Es wurde nicht einfach geschlampt, sondern ganz bewusst
gefälscht. Als erledigt deklarierte Wartungsarbeiten haben offenbar
nie stattgefunden. Nicht auszudenken, was bei diesem
Gefahrenpotenzial hätte alles passieren können.

 Jetzt, wo die Missstände nicht länger zu bemänteln sind,
ist bei der Bahn so etwas wie Selbstkritik zu erkennen.
Verantwortliche Mitarbeiter hätten vermutlich grob fahrlässig
gehandelt, heißt es, sie würden ohne Ansehen der Person zur
Rechenschaft gezogen. Das ist das Mindeste. Als vertrauensbildende
Maßnahme reicht es längst nicht. Der Staatskonzern muss endlich über
Mehdorns Schatten springen und auch die Ursache des Desasters nennen:
der vom Ex-Bahnchef betriebene und von der Bundesregierung geförderte
Börsengang. Der S-Bahn wurde die Schließung von Werkstätten und der
Abbau von Personal verordnet, damit die Gewinne zwischen 2005 und
2008 um 600 Prozent steigen konnten.

Als Konsequenz bleibt nur eins: Die Sparvorgaben an die S-Bahn
müssen zurückgenommen, die Privatisierung der Bahn endgültig abgesagt
werden. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, die Konzernspitze
endlich zurückzupfeifen.

Originaltext: Neues Deutschland
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59019
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Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715


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