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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Atomkraft

Geschrieben am 15-07-2009

Ulm (ots) - Die Industrie schaut in die Zukunft und erkennt mit
Milliarden-Investitionen in Windräder und Solarkraftwerke bereits die
Realitäten an: Die immer preiswerter werdende regenerative Energie
ist die Energie von morgen. Die Atomkraftbetreiber tun das ihre, um
die ökonomische Entwicklung noch zu verstärken, indem sie sich ihrer
Verantwortung im Umgang mit dem hochgiftigen nuklearen Material nicht
gewachsen zeigen. Nach den Pannen von Krümmel nun neuer Stoff im
Dauerskandal um das niedersächsische Atommüll-Lager Asse.
Mit Christian Wulff, CDU-Chef in Niedersachsen und Angela Merkels
Vize in der Partei, bröckelt jetzt ein Eckstein in der Pro-Atomfront
von Union und FDP, die sich vom einst mühsam zustande gebrachten
Ausstiegskonsens für ältere Atommeiler verabschieden will. Und mit
jeder neuen Negativnachricht aus der Branche gewinnt das Thema an
Wucht im nahenden Wahlkampf.
Wollen CDU/CSU und FDP tatsächlich das vorwiegend ökonomische
Interesse der großen Energieversorger höher bewerten, als die sich
aus immer neuen Pannen nährende Abneigung der Mehrheit der
Gesellschaft? Die unsichere und angesichts der ungelösten
Endlagerfrage unverantwortbare Energieform Atomkraft ist von gestern.
Der sich noch über Jahrzehnte hinziehende, im Ausstiegsgesetz
festgelegte Zeitplan zum Abschalten der Meiler bietet auch Union und
FDP genügend Zeit zum Umschalten, ohne Gesichtsverlust befürchten zu
müssen. Wer diesen Konsens in Frage stellt, startet angesichts der
Nachrichten aus Krümmel und Asse mit einem Klotz am Bein in den
Wahlkampf.

Originaltext: Südwest Presse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59110.rss2

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218


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