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Paul Schäfer: Keine Verherrlichung des Soldatentums

Geschrieben am 06-07-2009

Berlin (ots) - "Mit der Tapferkeitsmedaille geht die
Bundesregierung in die nächste Runde und verstärkt ihre Bemühungen
zur breiten gesellschaftlichen Sinnstiftung für das Soldatentum",
erklärt Paul Schäfer, der verteidigungspolitische Sprecher der
Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Überreichung der ersten deutschen
Ehrenkreuze der Bundeswehr für Tapferkeit durch Kanzlerin Merkel und
Verteidigungsminister Jung. Schäfer weiter:

"Mit dem Ehrenmal für gestorbene Soldatinnen und Soldaten der
Bundeswehr und der Tapferkeitsmedaille begibt sich die
Bundesregierung unter Führung des Verteidigungsministers auf einen
gefährlichen Holzweg. Längst überkommen geglaubte militaristische
Rituale zur Glorifizierung und Verherrlichung des Soldatentums werden
reaktiviert, um das politische Versagen der Bundesregierung zu
überdecken: es fehlt an breiter gesellschaftlicher Unterstützung für
die Kampfeinsätze in Afghanistan, es fehlt an der Bereitschaft des
Verteidigungsministerium konkret und materiell für die Soldatinnen
und Soldaten Politik zu machen. Stattdessen wird nun das
Kriegshandwerk in die Gesellschaft geholt.

DIE LINKE hält diese Propaganda für falsch und als Teil der von
der Regierung gewollten Entwicklung der Bundeswehr hin zu einer
Interventionsarmee und bleibt deswegen der Veranstaltung fern."

Originaltext: DIE LINKE
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/41150
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_41150.rss2

Pressekontakt:
Hendrik Thalheim
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de


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