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Rheinische Post: Kanzlerin im Wahlkampf Kommentar Von Martin Kessler

Geschrieben am 24-04-2009

Düsseldorf (ots) - Sie kann also auch anders, die Kanzlerin der
großen Koalition. Scharf wie nur selten hat Angela Merkel den
Bündnispartner SPD attackiert. Vor den Kreisvorsitzenden ihrer Partei
intonierte die Regierungschefin die bekannte Wahlkampf-Melodie der
Union: Die Rezepte der Sozialdemokraten wie Mindestlohn,
Einheitsschule und Steuererhöhungen taugten nicht zur Bewältigung der
Krise. Damit spricht sie der CDU aus dem Herzen. Der Zeitpunkt der
Attacke verwundert allerdings. Denn noch kurz vorher hieß es, der
heiße Wahlkampf werde auf wenige Wochen vor dem Urnengang im
September beschränkt. Bis dahin wolle die CDU verantwortungsvoll
regieren. Einen monatelangen Wahlkampf dürfe es in der schwersten
Wirtschaftskrise des Landes seit dem Ende des Krieges nicht geben.
Das nährt den Verdacht, dass der Angriff nicht aus innerster Seele
kommt. Er ist vielmehr dem Umstand geschuldet, dass die
Wahlkampfmaschinerie der SPD in Fahrt kommt und ihr Kandidat Punkte
im Abstand zur Amtsinhaberin gutmachen kann. Merkel muss sich
entscheiden. Entweder sie nimmt schon jetzt den Kampf auf oder sie
bleibt bei ihrer bisherigen Linie, für die es gute Gründe gibt. Fatal
wäre es, wenn sie nach Stimmungslage zwischen der Rolle als Kanzlerin
und als Parteichefin wechseln würde. Das schadet ihrer
Glaubwürdigkeit.

Originaltext: Rheinische Post
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30621
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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303


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