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Neue Westfälische: Josef Fritzl ist verurteilt Menschliches Monster HUBERTUS GÄRTNER

Geschrieben am 19-03-2009

Bielefeld (ots) - Wenn man vor dem Unfassbaren steht und einem in
schauerlichen Kriminalfällen die Worte fehlen, dann möchte man den
1989 verstorbenen österreichischen Schriftsteller Thomas Bernhard
wieder zum Leben erwecken und um Hilfe bitten. Bernhard hatte früher
als eloquenter Gerichtsberichterstatter gearbeitet, und dem Grauen
ins Auge geschaut. Was hätte er wohl über seinen Landsmann Josef
Fritzl geschrieben, den sie das "Monster von Amstetten" nennen? Oder
wäre auch Bernhard in diesem Fall sprachlos gewesen?
Josef Fritzl - ein Vor- und Nachname, der Schlicht- und Niedlichkeit
gleichermaßen verheißt. Der aber nun für immer mit dem größten Grauen
verbunden ist. Mit Ekel und Abscheu, Angst und Schrei, Folter,
Verlies, Vergewaltigung und Tod. "Mord durch Unterlassen,
Freiheitsberaubung, Nötigung, Inzest und Sklaverei" - in der
zivilisierten Welt gab und gibt es gottlob nur extrem selten einen
Menschen, der so viele unfassbare Schandtaten begangen hat. Fritzl
hielt seine Tochter 24 Jahre im Keller gefangen und zeugte mit ihr
sieben Kinder. Eines starb kurz nach der Geburt - Fritzl sah dem Baby
zweieinhalb Tage lang beim Todeskampf zu. Einen solchen Täter darf
man wohl ausnahmsweise menschliches Monster nennen. Eine "gerechte"
Strafe gegen Fritzl konnte es gar nicht geben. Allenfalls eine
konsequente, lebenslängliche. Er selbst hat den Prozess durch sein
Geständnis abgekürzt - der laut psychiatrischem Gutachten "geistig
abnorme" alte Mann muss für immer hinter Gittern bleiben.
Fritzls Opfer leben nun an einem geheimgehaltenen Ort. Man kann nur
hoffen, dass sie nicht enttarnt werden. Andrea Humer, die Vorsitzende
Richterin am Landgericht von St. Pölten, will nach eigener Aussage
"unerkannt Kipferln" kaufen. Dieses Recht muss man unbedingt auch den
geschundenen, armseligen Opfern zubilligen.

Originaltext: Neue Westfälische
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65487
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65487.rss2

Pressekontakt:
Neue Westfälische
Jörg Rinne
Telefon: 0521 555 276
joerg.rinne@neue-westfaelische.de


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