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RNZ: Grüne Hoffnung

Geschrieben am 13-10-2008

Heidelberg (ots) - Von Christian Altmeier
Cem Özdemir kennt seine Partei - und leidet gelegentlich an ihr, wie
viele andere Grüne auch. Vor allem den Vertretern des Realo-Flügels
macht die Streitlust und Unberechenbarkeit der Basis immer wieder zu
schaffen. Manche ergreifen gar die Flucht, wie der als "Oberrealo"
geltende Finanzexperte Oswald Metzger. Insofern spricht es für
Özdemirs kämpferische Haltung, dass er noch immer Vorsitzender der
Partei werden will, die ihm die Rückkehr in den Bundestag verweigert
hat.
Freilich: Es gibt keinen Plan B, weder für die Grünen noch für
Özdemir selbst. Der türkischstämmige Innenexperte lauert auf eine
Chance, auf die bundespolitische Bühne zurückzukehren, seit er diese
vor sechs Jahren nach einer Kredit- und Bonusmeilen-Affäre verlassen
musste. Nach seiner Zeit in der politischen Diaspora des
Europaparlaments bot ihm das Machtvakuum nach dem Rückzug von
Grünen-Chef Reinhard Bütikofer schließlich die Gelegenheit dazu.
Hätte Özdemir nun beleidigt auch den Parteivorsitz sausen lassen,
wäre dies vermutlich das Ende seiner politischen Karriere gewesen. So
aber kann er auf dem Bundesparteitag zumindest auf einen
Solidarisierungseffekt und ein gutes Ergebnis hoffen. Die Grünen
allerdings müssen sich vorwerfen lassen, mit zweierlei Maß zu messen.
Denn während dem Realo Özdemir die Trennung von Amt und Mandat
diktiert wird, sitzt Co-Parteichefin Claudia Roth schon seit Jahren
im Parlament.

Originaltext: Rhein-Neckar-Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66730
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66730.rss2

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0


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