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Rheinische Post: Köln ist nur Kulisse

Geschrieben am 19-09-2008

Düsseldorf (ots) - von Ulli Tückmantel

Bei dem angeblichen Kongress gegen angebliche Islamisierung geht
es weder um Köln noch um Islamisierung. Das weiß die Bundesregierung,
die das rechtspopulistische Spektakel verurteilte; das weiß
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der zur Teilnahme an
Gegendemonstrationen aufgefordert hat. Denn Köln ist die Kulisse für
den schäbigen Wahlkampfauftakt einer neuen Sorte Rechtsextremismus.
Dieser tarnt sich geschickt als Bewegung guter, besorgter Bürger. Und
genau auf deren Stimmen zielen die Rechtspopulisten bei der
Kommunalwahl 2009 und der Landtagswahl 2010. Dass Kölns
CDU-Oberbürgermeister Fritz Schramma Parteifreunden, die am Kongress
teilnehmen, mit Parteiausschluss droht, spricht unfreiwillig Bände
über den zu befürchtenden Erfolg eines landesweiten Auftritts von
"Pro Köln" - und die Hilflosigkeit der bürgerlichen Parteien im
Umgang mit den Ängsten der Bürger.
Nicht nur in Köln verunsichert es ganz normale Deutsche, wenn der
Ausländeranteil in ihrem Viertel steigt und Kirchen geschlossen, aber
Moscheen gebaut werden. Mit dem Aufruf zu Gegendemonstrationen
besiegt man diese Sorgen nicht, sondern suggeriert den Ängstlichen,
sie seien bei den bürgerlich verkleideten Rattenfängern gut
aufgehoben.

Originaltext: Rheinische Post
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30621
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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2304


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