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Stuttgarter Nachrichten: zu Finanzmisere im Kliniksektor

Geschrieben am 19-09-2008

Stuttgart (ots) - Der Unmut der Kliniken ist teils verständlich.
Seit Jahren setzt die Politik sie auf Diät. Der Bund deckelt das
Kassenbudget für den stationären Sektor, aus dem die Betriebsausgaben
bestritten werden. Und alle Länder mit Ausnahme Baden-Württembergs
und Bayerns kommen ihrer Verpflichtung nicht nach, genug Mittel für
erforderliche Investitionsausgaben zu geben. Resultat ist eine
schleichende Auszehrung der Krankenhäuser. Das Personal leidet
darunter, und bald dürften auch Patienten sie spüren.
Was nottut, ist eine echte Reform der Klinikfinanzierung. Ohne eine
klare Ansage darüber, wem die Krankenhausplanung unter welchen
Kriterien obliegen soll, wird es nicht gehen. Bisher ist die Planung
Ländersache. Weil mit Klinikbetten auch Politik gemacht wird, gibt es
vielerorts eine Überversorgung. Zugleich droht jenseits der
Ballungsräume eine Unterversorgung. Beides müssen die Länder in den
Griff bekommen.

Originaltext: Stuttgarter Nachrichten
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Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 - 7110
cvd@stn.zgs.de


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