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WAZ: Sicherheit geht vor - Kommentar von Norbert Robers

Geschrieben am 11-09-2008

Essen (ots) - Es gibt Wissenschaftler, die die Möglichkeit einer
nachträglichen Sicherungsverwahrung für rückfallgefährdete und
gefährliche Straftäter als "Show" abtun. Es gibt auf der anderen
Seite Kinder und Eltern, denen viel Leid erspart geblieben wäre, wenn
die Richter genau dieses Instrument angewendet hätten. Um jedes
Risiko auszuschließen. Sicherheitshalber.

Keine Frage: Es sind zuallererst die Kriminalitätsopfer, die
Hilfe und Zuwendung verdienen. Aber der Rechtsstaat schreibt auch
vor, dass jeder Straftäter das Recht hat, zu wissen, wie lange er in
Haft sitzen wird. Eine nachträglich, nach einem Urteil angeordnete
Sicherungsverwahrung ist ein schwerer Eingriff in dieses Recht. Der
Bundesgerichtshof hat aus guten Gründen hohe Hürden für die Anwendung
dieses Instruments gesetzt.

Die Rechte der Täter sind somit gewährleistet. Es ist daher
zynisch zu argumentieren, dass sich "nur" drei von 67 Tätern nach
ihrer Entlassung als besonders gefährlich erwiesen hätten; im
schlimmsten Fall töten sie erneut einen Menschen. Gibt es auch nur
den geringsten Zweifel an der Ungefährlichkeit eines
Gewaltverbrechers - lebenslänglich. Sicherheitshalber.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-2727
zentralredaktion@waz.de


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