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Rheinische Post: Der Papst in Paris

Geschrieben am 11-09-2008

Düsseldorf (ots) - Von Matthias Beermann

Frankreich, so heißt es, sei die "älteste Tochter der Kirche". Die
älteste und wohl auch die schwierigste. Seit 1905 gilt in Frankreich
das Prinzip der strikten Trennung von Kirche und Staat, der
Laizismus. Und weil das so ist, geht es einigen Franzosen heftig
gegen den Strich, dass Präsident Nicolas Sarkozy den Papst zum
Auftakt seines Besuchs in Frankreich empfängt. Bis heute sorgt das
Thema Religion für ideologische Grabenkämpfe in einem Land, in dem
das Recht auf Gotteslästerung seit Voltaire quasi im Verfassungsrang
steht. Für Päpste war Paris immer schon ein schwieriges Pflaster.
Eines aber ist diesmal anders: Schon lange hat kein französischer
Präsident mehr so deutlich die christlichen Wurzeln Frankreichs
betont, wie Sarkozy. Dahinter steckt persönliche Überzeugung, aber
auch politisches Kalkül. Sarkozy begreift Religion als Kitt für eine
zerbröselnde Gesellschaft. In Frankreich konzentrieren sich
Phänomene, die den ganzen Westen angehen: Der Verfall von Werten und
Identitäten, Probleme der Integration von Einwanderern und die
Ausbreitung des Islam. Das sorgt den Papst ebenso wie den
Präsidenten. Beide wünschen sich eine Trendwende, der eine als
Seelsorger, der andere als Politiker. Recht haben sie beide.

Originaltext: Rheinische Post
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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303


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