Bremen (ots) - Es hat sich bei den Gewerkschaften etwas verändert. Allzu lange haben sie sich in erster Linie als Besitzstandswahrer ihrer Mitglieder verstanden. Man igelte sich ein und verteidigte sich gegen die Ansprüche eines gewaltigen Heeres von Arbeitslosen. So gerieten die Gewerkschaften in den Ruf, gegen jede Veränderung zu sein. Jetzt sinken die Arbeitslosenzahlen, mancher träumt sogar von Vollbeschäftigung. Diese Chance nutzen die Gewerkschaften. Sie kümmern sich wieder jenseits der eigenen Reihen um die Menschen, um die Arbeitslosen, die Geringverdiener und Hartz-IV-Opfer. Bei ihnen haben sie ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung neu entdeckt. Das hat die Gewerkschaften zurück ins Zentrum der politischen Diskussion gebracht. Dort gehören sie auch hin.
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