Bremen (ots) - "Mit diesem Ausschluss aus der Fraktion, so scheint es, könnte wieder Ruhe einkehren in das bunte Polit-Sammelsurium, das da für die niedersächsischen Linken im neu gewählten Landtag sitzt. Doch die Diskussion darüber, ob es nach dem durch Wegner ausgelösten Eklat weiterhin sinnvoll ist, DKP'ler auf der Liste der Linken kandidieren zu lassen, wird jetzt erst richtig losgehen. (...) Auch in Hamburg hat die linke Spitzenkandidatin Dora Heyenn mehrfach betont, die bei der Bürgerschaftswahl und den Wahlen zu den Bezirkversammlungen kandidierenden zehn kommunistischen Bewerber nicht zurückziehen zu wollen. Darunter auf dem Listenplatz 10 der DKP-Mann Olaf Harms. Schon jetzt wirbt die DKP Hamburg auf ihrer Homepage im Internet mit ihrem Bezirkvorsitzenden. Dieser könne "als erster Kommunist seit 1956" wieder in die Bürgerschaft kommen. Dort könnte sich Harms dann in der Linken-Fraktion für die von der DKP geforderte "Verstaatlichung des Großkapitals" stark machen. Ein zweiter Fall Wegner - diesmal in Hamburg - scheint also nicht ausgeschlossen. Die Linke wird schnell zeigen müssen, wie ernst es ihr ist mit der Distanzierung von der DKP und deren kommunistischer Ideologie. Der jetzt in Hannover vollzogene Schnitt ist nur ein kleiner Anfang."
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